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21. 05. 2012
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Landesregierung will Modellprojekt für die Berufsschule fortführen


15.11.2009 19:14 von:

Schlagwörter: NRW,Berufsschule,Berufskolleg,Ganztagsbetrieb,Einführung,Modellversuch,Landesreg

Seit drei Jahren gibt es in Nordrhein-Westfalen der Modellversuch "Ganztagsberufsschule in der gesunden Schule". Mit Landesmitteln gefördert sollten dort zunächst drei Bildungseinrichtungen der Schulform Berufskolleg auf ihre Praxistauglichkeit hin überprüft werden. Als Ziele gaben die Verantwortlichen an, die Anwesenheitsquote der Azubis in den Betrieben ebenso zu erhöhen wie eine Verbesserung in der Qualität des Berufsschulunterrichts. Inzwischen ist der Modellversuch auf zwölf Berufskollegs landesweit ausgedehnt worden. Bei der Abschlussveranstaltung am gestrigen Freitag waren zahlreiche Experten aus allen Bereichen der Bildungsbeteiligten nach Recklinghausen gekommen, um über die weitere Entwicklung einer Ganztags-Berufsschule zu debattieren. Auf dem Max-Born-Berufskolleg trafen sich rund 150 Vertreter aus Wirtschaft, Schule und Verwaltung. Mit der Veranstaltung sollte auch eine Bilanz der in den vergangenen drei Jahren gemachten Erfahrungen präsentiert werden, hieß es dazu in einer gemeinsamen Presseerklärung der Ministerien.

Ausgangspunkt des Projekts war die Zusammenfassung des Berufsschulunterrichts auf einen Tag mit zehn Unterrichtsstunden. Zudem sollten die Bereiche Sport, Bewegung und Ernährung in den Schulalltag eingebunden werden, um eine bessere Rhythmisierung des Schultags und gleichzeitig eine optimierte Stressbewältigung einzustudieren. Eine wissenschaftliche Evaluation zweier Kölner Professoren (Prof. Detlef Buschfeld vom Fachinstitut für Berufsbildung im Handwerk an der Universität zu Köln, sowie Prof. Dr. Claus G. Buhren vom Institut für Schulsport und Schulentwicklung an der Sporthochschule Köln) bestätigte einen positiven Zusammenhang zwischen gesunder Lebensweise und den Schulnoten. Das wurde auch vonseiten der Schülerinnen und Schüler in einer Befragung bestätigt. Die Auszubildenden an den beteiligten Modell-Schulen konnte dank gesunden Essens und Bewegung den längeren Berufsschultag konzentriert und motiviert bewältigen.

"Wir wollen nun das erprobte Modell landesweit auf alle Berufskollegs ausweiten, bei denen die Voraussetzungen dazu gegeben sind. Damit erhöhen wir die Anwesenheitszeiten der Auszubildenden in den Betrieben, ohne das Unterrichtskontingent von 480 Jahresstunden zu unterschreiten. Das erhöht die Attraktivität der dualen Ausbildung für viele Betriebe ohne die Qualität der schulischen Ausbildung zu beeinträchtigen", erklärte Schulministerin Barbara Sommer. "Es freut uns sehr, dass das Handwerk in NRW dieses Projekt gutheißt, denn es ist auch ein erklärtes Ziel von GigS, die duale Ausbildung auch für kleinere Unternehmen attraktiv zu halten und so Unternehmen zu animieren, auch weiterhin jungen Menschen eine Berufsperspektive zu geben", ergänzte Arbeitsminister Laumann. Letztgenanntes Ministerium hat das Projekt gemeinsam mit dem Europäischen Sozialfonds finanziert. Die Koordinierung und Umsetzung von GigS" wird von der Stiftung Partner für Schule NRW und dem nordrhein-westfälischen Ministerium für Schule und Weiterbildung in Zusammenarbeit mit der Bezirksregierung Münster übernommen, hieß es dazu abschließend.







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