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21. 05. 2012
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Mehr Internetsicherheit an Kölner Schulen


16.10.2009 15:11 von:

Schlagwörter: Köln,Schule,Internet,Zugang,Sicherheit,Pädagogik,Filter,Filtersoftware,McAfee

Im Zuge des geplanten massiven Ausbaus des Kölner Hochgeschwindigkeitsnetzes auf Bandbreiten von 25 Mbit/Sekunde und mehr wird das Internetsurfen auch an den Grund- und weiterführenden Schulen in der Domstadt immer mehr zu einer Selbstverständlichkeit. Nicht nur wegen der zuletzt wieder kursierenden Meldungen über Gefährdungen der Sicherheit wegen Viren und infizierter Internetseiten müssen die Verantwortlichen an den Schulen besonders darauf achten, dass der freie Internetzugang nicht durch "smarte" Schülerinnen und Schüler ausgenutzt und möglicherweise missbraucht zu werden. In Umfragen hatten Autoren bei US-amerikanischen Schülerinnen und Schülern herausgefunden, dass das Nutzerverhalten von Kindern und Jugendlichen längst eigenen Spielregeln folgt. So sind bereits heute deutlich mehr als zwei Drittel aller Kinder und Jugendlichen (70 Prozent) in Social Networks wie Schüler VZ, Facebook oder anderen aktiv. Drei Viertel der US-Jugendlichen schauen sich regelmäßig Online-Videos an oder laden diese herunter. Noch höher ist die Durchdringung mit E-Mail, diesen Kommunikationskanal nutzen bereits 87 Prozent. Und 63 Prozent, so das Ergebnis einer internationalen Studie des Harris Interactive Institutes in acht Ländern, können ihre Internetaktivitäten vor Eltern und Erziehungsberechtigten verbergen.

Um dennoch Lehrer und Eltern zu befähigen, die Nutzung des Internet zumindest im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu kontrollieren, hat der Internet-Sicherheitsdienstleister McAfee nun eine neue Filter-Software auf den Markt gebracht. Sie wird als spezielle Lösung auf dem zentralen Server des Telekom-Dienstleisters NetCologne aufgespielt, der wiederum die inzwischen bereits 30 an das Hochgeschwindigkeitsnetz angeschlossenen Schulserver betreut. Bis Ende dieses Jahres will man insgesamt 80 Schulen an dieses Netz anschließen. Im Laufe der kommenden drei bis Jahre sollen dann alle Schulen die Möglichkeiten des Breitband-Anschlusses für die eigenen pädagogischen Zwecke nutzen können, erklärte der Geschäftsführer des Fördervereins Neue Medien für Kölner Schulen e.V., Raimund Witte.

"Die neue Software ist keine Überwachungssoftware", versicherte Isabell Unseld vom IT-Dienstleister McAfee. Vielmehr sei es Ziel und Zweck, dass Eltern und Kinder gemeinsam über die Grenzen des Internets diskutieren und danach die Regeln festlegen. "Das ist ein pädagogisches Hilfsmittel und ist nur ein Anfang", bestätigte Schul- und Jugenddezernentin Dr. Agnes Klein. Ihr und ihren mit diesem Projekt beschäftigten Fachleuten ist der pädagogische Ansatz besonders wichtig. Neben den Schulen werden zukünftig auch die Rechner der verschiedenen Jugendeinrichtungen der Stadt mithilfe des Filters gemanagt.

Insgesamt stehen in den 285 städtischen Schulen rund 18.000 PCs, in der Regel einer pro Klassenzimmer. Durch das Projekt "Schüler-Notebooks" wird sich diese Zahl in der nahen Zukunft aber aller Voraussicht nach deutlich erhöhen. Und die Einrichtung so genannter "elektronischer Klassenzimmer" wird die Verknüpfung zwischen Präsenzunterricht an der Schule und der Arbeit zu Hause immer wichtiger. Die Softwarelizenz ist allerdings nicht kostenlos. Für eine Lizenz, die an drei Geräten aufgespielt werden darf, müssen Endkunden 29,90 Euro pro Jahr zahlen. Dafür lässt sich nicht nur ein dezidierter Filter für den Zugang zum Internet setzen. Anhand einer Negativliste von verbotenen Begriffen können auch Mailanhänge, Instant Messages und Videos der Webseite YouTube geblockt werden. Das Programm beinhaltet jedoch keine Anti-Viren-Software und ist damit kein Sicherheitsprodukt im klassischen Sinne, wie die Softwareexperten des Herstellers versicherten. Für die Kölner Schulen könnte die Zusammenarbeit noch einen anderen Vorteil haben. Pro verkaufter Lizenz in der Domstadt will der Anbieter sechs Euro an den Förderverein spenden. So könnten weitere Geräte für die städtischen Schulen angeschafft werden, hofft nicht nur der Vereinsgeschäftsführer.

Weitere Informationen zur neuen Software finden Sie auch im Internet unter: www.schulen-im-NetCologne-Netz.de.







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