21. 05. 2012
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Neue Bildungslandschaft mit alter Platane
(ehu) Sie war einer der Hauptstreitpunkte, jetzt steht wohl fest: Die alte Platane an der Vogteistraße bleibt. Sie wird nicht dem „Verbundgebäude“ der geplanten Bildungslandschaft Altstadt-Nord geopfert. Das jedenfalls deutete der städtische Projektleiter Michael Gräbener an, als am Montag die Machbarkeitsstudie vorgestellt wurde. Letztendlich muss aber der Rat entscheiden – sowohl über den Entwurf für das Verbundgebäude wie über den Gesamtplan.
Mit der „Bildungslandschaft“ will die Stadt die Bildungs-, Jugend- und Sozialeinrichtungen, die jetzt schon rund um den Hansaplatz existieren, besser vernetzen: Celestin-Freinet-Grundschule, Realschule am Rhein, Hansa-Gymnasium, Ganztagshauptschule Gereonswall, Abendgymnasium Gereonsmühlengasse, Jugendhaus Tower der katholischen Studierenden Jugend (KSJ) und die Jugend- und Freizeiteinrichtung Klingelpütz. Laut Schuldezernentin Agnes Klein ist diese Zusammenarbeit in einer Innenstadt „wohl einmalig in Deutschland“. Die Bildungslandschaft stieß von Anfang an nicht bei jedem auf Zustimmung
Immerhin haben sich die sieben beteiligten Institutionen auf ein gemeinsames pädagogisches Konzept geeinigt: Es sieht die Autonomie der einzelnen Institutionen vor, doch ermöglichen die Vernetzung und die kurzen Wege Erfahrungsaustausch, bessere Ressourcennutzung und Synergieeffekte – etwa durch gemeinsam genutze neue Mensa, ein „Selbstlernzentrum“ mit Bibliothek oder Veranstaltungsräume. Vernetzung und Nähe der Standorte sollen bei Schulwechsel das soziale Umfeld sichern Vor allem aber die Kinder profitieren davon, so Hildegard Fuhrmann, Direktorin des Abendgymnasiums und Sprecherin der beteiligten Institutionen. „Sie können individuell gefördert werden und ihr soziales Umfeld beibehalten, auch wenn sich ihre schulischen Wege trennen“, erläuterte sie. Außerdem könnten sie durch Schülerfirmen „Zertifikate“ für ihr Berufsleben sammeln.
Denkbar sei etwa eine Firma zur Pflege der Grünflächen oder zur Verwaltung der Sporteinrichtungen. In der neuen Kindertagesstätte könnten Praktika geleistet werden. Von der Bildungslandschaft Altstadt Nord könne das ganze Viertel profitieren _ und davon wieder die ganze Stadt. Die Planungen gehen von einem Baubeginn 2014 aus, OB Roters will schon 2013 Bagger sehen Die Machbarkeitsstudie stellt im Wesentlichen drei Varianten für Planung, Auslagerung und Bau vor. Der Unterschied liegt darin, an welchen Schulen mit Renovierung und Ausbau begonnen werden soll. Es wird mit jeweils rund 75 Millionen Euro Kosten gerechnet. Der Beginn liegt jeweils im Jahr 2014, 2020 soll das Projekt beendet sein. OB Jürgen Roters will, dass schon 2013 „die ersten Bagger bereit stehen“. Die Verwaltung will entsprechende Beschleunigungsmaßnahmen überprüfen. Die Montag-Stiftung erklärte sich bereit, den Wettbewerb für Verbundgebäude und Selbstlernzentrum hinsichtlich „pädagogischer Architektur“ zu unterstützen.

























