21. 05. 2012
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Neue Schulen für die Bildungslandschaft Altstadt-Nord
Die Diskussionen um die Bildungslandschaft Altstadt-Nord rund um den Kölner Klingelpützpark gehen weiter und sie werden nicht gerade einfacher. Nachdem die Stadt Köln, die sieben beteiligten Bildungs- und Jugendeinrichtungen am Rande und dem weiteren Umfeld des Kölner Kleinods am Hansaring sowie der Initiator, die in Bonn ansässigen Montag-Stiftungen, den Vertrag unterzeichneten, sind immer noch keine konkreten Maßnahmen geplant. Waren es zunächst die Eingriffe in den Grünbereich des Parks, die für Verstimmung und massive Gegenrede vonseiten der Anwohner und damit für Gesprächsbedarf gesorgt haben, gibt es nun eine Bedrohung von einer ganz anderen Seite. Der Bildungslandschaft droht der Wegfall von zwei städtischen Schulen. Bereits fest steht, dass die am Park ansässige Grundschule zu Beginn des neuen Schuljahres ihre Pforten schließen wird. Auch die Zukunft der direkt daneben liegenden Hauptschule ist unsicher. Nach Auskunft der zuständigen Dezernentin Dr. Agnes Klein gebe es für die dortige Eingangsklasse gerade mal "zwei oder drei Anmeldungen"; zu wenig, um die auf zwei Züge ausgelegte Schule betreiben zu können.
Während die Stadt bei der Suche nach einem geeigneten Ersatzpartner für die Grundschule bereits wieder fündig zu werden glaubt, ist die Zukunft der Hauptschule noch nicht klar. Zwei bis drei Anmeldungen zum neuen Schuljahr sind definitiv zu wenig. Allerdings wollte Dezernentin Klein keine Namen nennen. Potenzielle Partner, die statt der städtischen Hauptschule den Platz in der Bildungslandschaft einnehmen wollen, gebe es aber bereits. "Es ist keine Hauptschule", verriet Klein. Für die Grundschule gibt es bereits konkretes Interesse der Grundschule Dagobertstraße. Die dortige Schulkonferenz habe nach Auskunft der Dezernentin bereits entsprechende Beschlüssen gefasst. "Wenn die neuen Schulgebäude stehen, will die Schule umziehen", zitierte Klein den entsprechenden Beschlusstext der Schulkonferenz.
Zeitplan und weiterhin Dissens in der Sache
Die Bildungslandschaft Altstadt-Nord wurde im Mai 2007 von den Montag-Stiftungen aus Bonn und der Stadt Köln in einer feierlichen Zeremonie unterzeichnet. Neben den oben genannten beiden Schulen sind auch das Hansa- und das Abendgymnasium, die Jugendeinrichtungen KfJ-Tower und Klingelpütz sowie eine neu zu errichtende Kindertagesstätte vertreten. Alle Einrichtungen haben bereits zu Beginn der Zusammenarbeit Bedarf an Sanierung bzw. Zusatzflächen angemeldet. Allerdings wurde die Euphorie der Bildungsverantwortlichen von den Anwohnerinnen und Anwohnern des Viertels nicht geteilt. In inzwischen vier öffentlichen Beiratssitzungen stehen sich beide Gruppen mehr oder weniger unversöhnlich gegenüber. Der Ausschuss für Schule und Weiterbildung, der am heutigen Montag tagte, hatte seine Entscheidung indes noch einmal verschoben. Auf Antrag der CDU wurde der Antrag ohne Votum in die nächsten Beratungsgremien weitergegeben. Sollte sich der Stadtrat auf einen entsprechenden Beschluss für den vorliegenden reduzierten Bebauungsplan einigen, dauert es aber dennoch noch mindestens ein halbes Jahreszehnt, bis die anstehenden Ausbauprojekte tatsächlich Realität werden. Angesichts der derzeitigen Haushaltslage könnte es auch noch länger dauern.

























