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21. 05. 2012
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NRW-Schulen: Zuwächse nur bei Gesamtschule und Gymnasium


04.01.2010 10:15 von:

Schlagwörter: NRW,Köln,Schülerzahlen,Gymnasium,Hauptschule,Grundschule,Realschule,Statistik,IT

Im laufenden Schuljahr sind 2.149.505 Schülerinnen und Schüler an den allgemeinbildenden Schulen des Landes registriert. Das gab das Statistische Landesamt IT.NRW in ihrer ersten Pressemeldung des neuen Jahres bekannt. Während landesweit nur die Zahlen der Schüler an Gymnasien (+ 0,6 Prozent auf 596.672) und Gesamtschulen (+ 0,9 Prozent auf 234.958) anstiegen, war in der größten Kommune des Landes lediglich bei den Hauptschulen ein Rückgang der Schülerzahlen zu beobachten. Das allerdings fiel mit 7,8 Prozent heftig aus. Besuchten im Schuljahr 2008/2009 noch 9112 Schülerinnen und Schüler Hauptschulen, sind es im laufenden Schuljahr gerade noch 8401, ein deutlicher Rückgang. Alle anderen Schulformen profitierten von steigenden Schülerzahlen. Stadtweit stieg die Zahl der Kinder und Jugendlichen an den allgemeinbildenden Schulen sogar leicht an, wenn auch der Anstieg mit 0,2 Prozent auf 101.474 eher schwach ausfiel. In der Langzeitreihe sind die Schülerzahlen zwar deutlich rückgängig. Aber nach einem Tiefststand Anfang der 90er Jahre von etwas mehr als 95.000 Schülerinnen und Schülern scheint sich die Zahl zumindest vorläufig oberhalb der 100.000er-Marke zu stabilisieren. Knapp zwei Drittel aller Schülerinnen und Schüler waren dabei an Grundschulen (33.826 – Zahl konstant) und Gymnasien (30.135) registriert. Letztere Schulform wies mit einem Plus von 2,2 Prozent in Köln den stärksten Zugang auf. Auch an Gesamtschulen stieg die Schülerzahl um 103 auf 10.355, ein Plus von einem Prozent. Auch an Realschulen und sonstigen Bildungseinrichtungen stiegen die Schülerzahlen in der Domstadt an.

Landesweit aber gingen hier die Zahlen zurück. So verzeichneten die Realschulen des Landes für das laufende Schuljahr einen Rückgang von 1,4 Prozent auf 316.411. Auch an den sonstigen Schulen (vor allem Förderschulen) lag die Zahl der Schülerinnen und Schüler in diesem Schuljahr mit 119.169 um 0,9 Prozent unter dem Stand des Vorjahres. Insgesamt betrug der Rückgang 1,4 Prozent, was in erster Linie auf den Einbruch bei den Hauptschulen des Landes zurückzuführen ist. Hier sind im laufenden Schuljahr nur noch 201.525 Schülerinnen und Schüler registriert, sieben Prozent weniger als ein Jahr zuvor (2008/2009: 216.643). Gegenüber dem Schuljahr 1980/1981 verzeichnete die Schulform den mit Abstand stärksten Aderlass. Die Hauptschulen des Landes – damals Nummer drei und nur knapp hinter Gymnasien und Grundschulen – sind inzwischen auf der Beliebtheitsskala nur noch auf dem vorletzten Platz, so die Landesstatistiker weiter.

Die Statistik und deren Entwicklung wird aber auch von anderen Trends beeinflusst. Einer liegt in den Möglichkeiten des neuen Schulgesetzes. Zunehmend machten Schulträger von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, Schulen organisatorisch zusammenzuschließen bzw. um einen Zweig der jeweils anderen Schulform zu erweitern. Nach § 83 des Schulgesetzes für das Land Nordrhein-Westfalen (SchulG) dürfen solche Maßnahmen zur Sicherstellung eines wohnortnahen und differenzierten Bildungsangebots nach Genehmigung durch die obere Schulaufsichtsbehörde bzw. das zuständige Ministerium durchgeführt werden. Während im Schuljahr 2008/09 noch sieben Hauptschulen 20 Klassen mit zusammen 511 Schülerinnen und Schülern in einem Realschulbildungsgang aufwiesen, sind dies im laufenden Schuljahr bereits 15 Hauptschulen mit 60 Klassen und 1 517 Schüler(inne)n im Realschulzweig. Umgekehrt werden an drei Realschulen 545 Schüler(inne)n in 32 Klassen im Bildungsgang Hauptschule unterrichtet, hieß es dazu abschließend.







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