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21. 05. 2012
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NRW startet Modellversuch für Realschulen


19.11.2009 13:12 von:

Schlagwörter: NRW,Startschuss,Modellversuch,Wirtschaft,Realschule,ökonomische Bildung,Profilbi

"Wirtschaft an Realschulen”, so lautet der Name eines neuen Modellversuchs, den das Landesministerium für Schule und Weiterbildung am heutigen Donnerstag in Düsseldorf vorstellte. "Die Realschule ist eine leistungsfähige und hoch anerkannte Schulform. Wir wollen die besonderen Stärken der Realschule weiter ausbauen", erklärte Landesschulministerin Barbara Sommer. Grundvoraussetzung für einen erfolgreichen Start ins Berufsleben ist dabei unter anderem ökonomisches Grundwissen. Details will die Ministerin in den kommenden Wochen mit den Lehrerverbänden abstimmen, hieß es dazu weiter. Der Modellversuch basiert auf der Freiwilligkeit der Schulen, hieß es dazu weiter.

Immer wieder gab es zuletzt Hinweise, dass die hohe Anerkennung der Schulform Realschule nicht von allen Beteiligten geteilt werden. So wissen die örtlichen Industrie- und Handelskammern und auch die Realschulen selbst nur zu gut, dass ein nicht unerheblicher Teil der Schulabgänger nach der zehnten Klasse weiter in der Schule bleiben wollen. "Mit einem höheren Schulabschluss hat man bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt", bestätigte erst vor kurzem wieder eine Mutter einer Schülerin auf der Edith-Stein-Realschule im Kölner Norden. Sie steht stellvertretend für einen erheblichen Teil der Elternschaft, die ihren Kindern eine Fortsetzung der Schulausbildung anraten. Dabei wissen die Kammern auch, dass gerade im handwerklichen und gewerblichen Teil der Ausbildungsberufe dringend geeignete Kandidaten für Lehrberufe gesucht werden, gerne auch nach der zehnten Klasse, wie die IHK aus Gesprächen mit Mitgliedsunternehmen weiß.

Landesweit wechselten nach amtlichen Statistiken 30,9 Prozent aller Realschüler nach ihrer Fachoberschulreife in die gymnasiale Oberstufe. Für Ministerin Sommer eine Beleg für eine gewachsene "Durchlässigkeit" des dreigliedrigen Schulsystems. Vor knapp einem Jahrzehnt lag diese Quote noch bei wenig mehr als 20 Prozent. Im Rahmen des Modellversuchs hat das Ministerium ein Profilpapier erarbeitet, dass den Schulen als Orientierung dienen soll. An der Erstellung waren neben Lehrerverbänden auch die Kammern des Landes beteiligt. Zu den Möglichkeiten zur Profilbildung zählen die Verantwortlichen unter anderem "Profilzweige", den Ganztagsunterricht an Realschulen, standortbezogene Konzepte zur Berufsorientierung sowie Kooperationen mit Berufskollegs.

Das Papier finden Sie auch als kostenlosen Download auf den Seiten der Landesregierung unter: www.schulministerium.nrw.de.







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