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21. 05. 2012
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Schülerprognose NRW: Nur entlang des Rheins steigen die Zahlen


26.10.2010 23:03 von:

Schlagwörter: NRW,Schülerprognose,2009,2019,Allgemeinbildende Schulen,Köln,Düsseldorf,Bonn,Dem

In der altuellen Schülerprognose gehen die Statistikexperten des Landesamtes IT.NRW von einem deutlichen und flächendeckenden Rückgang der Schülerzahlen an den allgemeinbildenden Schulen des Landes aus. Bis zum Jahr 2019 werden nach Schätzungen der Landesstatistiker aus Basis der derzeitigen demografischen Entwicklung landesweit auf rund 1,71 Millionen zurückgehen. Zum Vergleich: Im vergangenen Schuljahr waren es nach amtlichen Statistiken noch 321.000 mehr. Der Rückgang innerhalb eines Jahrzehnts beträgt demnach 15,8 Prozent. Allerdings sind nicht alle Landesteile gleichermaßen davon betroffen. Besonders die drei großen Metropolen des Rheinlands sind von diesem Trend zumindest bis zum Jahr 2019 ausgenommen. Hier werden die Schülerzahlen trotz rückläufiger Gesamtbevölkerung in NRW zum Teil deutlich ansteigen. Absoluter Spitzenreiter ist demnach die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt. Hier sollen im Jahr 2019 die Zahl der Schüler um stolze 9,1 Prozent anstiegen. Damit wird Düsseldorf innerhalb der kommenden zehn Jahre auch bei den Schülerzahlen zur Nummer 2 im Lande. Im vergangenen Schuljahr zählte die Düsseldorfer Schulverwaltung 53.155 Schüler. In Duisburg waren es zum gleichen Zeitpunkt 53.286, in Essen sogar 58.764. Aufgrund der prognostizierten Rückgänge in den beiden Ruhrgebietskommen zieht die zweitgrößte Kommune des Landes aber an den beiden Standorten mit deutlichem Abstand vorbei, so ein weiteres Ergebnis der Schülerprognose.

Auch in Köln und Bonn müssen die Schulplaner für die kommende Generation von Schülerinnen und Schülern mit steigenden Zahlen rechnen. So soll in der größten NRW-Kommune die Zahl der Schüler von derzeit 95.155 auf 98.480 ansteigen. Der Grund für diese Entwicklung dürfte in der Attraktivität der drei Standorte als Bildungs- und Wirtschaftsmetropolen liegen. Neben der breit gefächerten Branchenstruktur wirkt sich auch die hohe Dichte an wissenschaftlichen Institutionen und Einrichtungen in der Region positiv auf den Standort und seine lokale Bevölkerungsentwicklung aus. Im Gegenzug müssen manch ländliche Gemeinde fast schon dramatische Rückgänge hinnehmen. Unrühmlicher Spitzenreiter in diesem Ranking ist der Kreis Coesfeld. Hier rechnen die Landesstatistiker mit einem Rückgang der Schülerzahlen um mehr als ein Viertel (- 27,8 Prozent). Auch im Kreis Höxter (- 27,5 Prozent), im Hochsauerlandkreis (- 26,3 Prozent) sowie im Kreis Heinsberg (- 25,1 Prozent) sehen die Herausforderungen für eine flächendeckende Schulversorgung nicht wirklich günstiger aus.

Die regionalisierte Schülerprognose wird im jährlichen Turnus aktualisiert und angepasst. Sie beinhaltet die Schülerzahlen in den Schuljahren 2009 bis 2019 sowie die Abschlussjahrgänge der Schuljahr 2010 bis 2020, erklärte das Landesamt weiter. Als statistische Basis für die Einschätzung zukünftiger Schuljahrgänge dient den Landesstatistikern die aktuellen Vorausberechnungen der Gesamteinwohnerzahl im bevölkerungsreichsten Bundesland.







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