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21. 05. 2012
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Schulministerium weist Angriffe auf Zentralabitur zurück


29.04.2009 09:08 von:

Schlagwörter: NRW,Landesregierung,Kritik,Zentralabitur,Zurückweisung,Schulministerium,KMK

Das im Jahr 2007 eingeführte Zentralabitur ist erneut Gegenstand einer hitzigen Auseinandersetzung zwischen Opposition und Landesregierung. Wie die nordrhein-westfälischen Sozialdemokraten am gestrigen Dienstag bekannt gaben, soll es erneut Fehler bei den zentralen Abituraufgaben im Fach Deutsch gegeben haben. Das berichtet jedenfalls die bildungspolitische Sprecherin der Landtagsfraktion und frühere Schulministerin Ute Schäfer. Sie kritisierte, dass die Vorgaben der Kultusministerkonferenz (KMK) bei der Erstellung der Prüfungsaufgaben nicht umgesetzt worden sein sollen. So fehlen nach Medienberichten bei den Prüfungsaufgaben 2 und 4 die von der KMK geforderten Bewertungsbögen in der Kategorie "Problemlösen und Werten". Schäfer sieht die Gefahr, dass Schüler die die anderen beiden Abituraufgaben gewählt haben, nach strengeren Kriterien bewertet werden könnten als ihre Mitschüler, die sich für die anderen Aufgaben entschieden haben. Schäfer forderte im Landtag von ihrer Nachfolgerin eine umgehende Korrektur dieses Fehlers.

Als "Sturm im Wasserglas" bezeichnete daraufhin das zuständige Ministerium die Kritik der Landesopposition. "Die Vorwürfe sind haltlos", erklärte Schulministerin Barbara Sommer gestern nach der Debatte im Landtag in einer Stellungnahme. Eine leistungsgerechte Bewertung der Aufgaben sei erfüllt, die Bewertungsmaßstäbe seien weiterhin klar geregelt, der Vorwurf einer Benachteiligung einzelner Abiturienten somit nicht gegeben. "Mit ihren Bemerkungen verunsichert Frau Schäfer die Abiturientinnen und Abiturienten", erklärte die Ministerin weiter. Ihre Beurteilung sieht Sommer durch den Vorsitzenden der Unabhängigen Kommission zur Qualitätssicherung von zentralen Prüfungen, Prof. Dr. Wilfried Bos, bestätigt. Auch die Vorsitzende der Fachkommission Deutsch, Prof. Dr. Juliane Köster soll die Richtigkeit des Anforderungsprofils dieser Abituraufgaben bestätigt haben. Das Fazit der Ministerin steht folglich fest: "Die Deutsch-Aufgabe im Abitur 2009 sind nicht zu beanstanden." Die KMK selbst hatte sich ebenfalls zur Sache geäußert. Dessen Generalsekretär Prof. Erich Thies wies in einer Stellungnahme darauf hin, dass die fehlenden Beurteilungskriterien zu den Abiturfragen 2 und 4 formal nicht vorgeschrieben sind. Die Lehrerinnen und Lehrer an den staatlichen Gymnasien seien überdies über den Vorfall bereits informiert worden, so die Ministerin abschließend.







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