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21. 05. 2012
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ARD-ZDF-Studie: Migranten nutzen mehrheitlich deutsche Medien


18.09.2011 11:21 von:

Schlagwörter: Köln,Vorstellung,Studie,Migranten,2011,September,Mediennutzung,deutschsprachig,P

Menschen mit Zuwanderungshintergrund nutzen in der Mehrzahl deutsche Medien zur Informationsbeschaffung. Das ist das Ergebnis einer groß angelegten Studie des zweiten Deutschen Fernsehens ZDF, die am vergangenen Freitag in Köln vorgestellt wurde. zusammen mit dem Westdeutschen Rundfunk (WDR) stellten die Autoren die Ergebnisse der Untersuchung vor und kommen zu einem eindeutigen Ergebnis. Befürchtungen, dass sich die immer wieder zitierte Parallelgesellschaft sich auch in der Mediennutzung wiederspiegelt, sind offenbar unbegründet. "Es gibt keine mediale Parallelgesellschaft", betonte WDR-Intendantin Monika Piel bei der Vorstellung der Studie.

So nutzt die Mehrheit der Migrantinnen und Migranten in Deutschland bevorzugt deutschsprachige Medien. Mehr als drei Viertel (76 Prozent) der Menschen mit Einwanderungshintergrund sehen regelmäßig deutschsprachige Fernsehprogramme, 60 Prozent hören deutschsprachiges Radio und immer noch eine knappe Mehrheit (53 Prozent) nutzt deutschsprachige Internetangebote. Nur eine Minderheit nutzt ausschließlich heimatsprachige Medien (13 Prozent Fernsehen, zwei Prozent Radio, fünf Prozent Internet). Hoffnung auf eine Verbesserung der Integration verspricht die Studie "Migranten und Medien 2011" von ARD und ZDF, die am heutigen Freitag im WDR Funkhaus in Köln vorgestellt wurde, auch bei den Detailergebnissen. So ist der Trend in Richtung deutschsprachige Medien vor allem bei der jüngeren Generation zu beobachten. "Sie haben in Bezug auf die Mediennutzung mehr Gemeinsamkeiten mit ihren deutschen Altersgenossen als mit ihren Eltern und Großeltern. Das ist eine wichtige Erkenntnis, die in der Integrationsdebatte eine Rolle spielen sollte", so die derzeitige ARD-Vorsitzende und WDR-Intendantin.

Die Studie wurde bereits im Jahr 2007 erstmals durchgeführt. Bei der zweiten Umfrage dieser Art befragte das Marktforschungsinstitut TNS Emnid im Auftrag der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten rund 3300 Menschen mit Zuwanderungshintergrund. Die Befragten spiegeln dabei das Bild der Migranten nach Ethnien statistisch repräsentativ ab, sie stammten aus der Türkei, dem Gebiet der ehemaligen UdSSR, Polen, Italien, Griechenland und den Nachfolgestaaten des ehemaligen Jugoslawien und repräsentieren 59 Prozent der in Deutschland lebenden Migranten, wie die Marktforscher betonten. Auch eine andere Entwicklung zeigt in Sachen Integration ein erfreuliches Bild. So ist die Nutzung deutschsprachiger Medien unter den Zugewanderten auch im Zeitraum der vergangenen vier Jahre angestiegen. Vier Fünftel haben dabei keine Verständnisschwierigkeiten, die deutschsprachigen Inhalte zu verarbeiten, vor vier Jahren waren es mit 76 Prozent deutlich weniger.

Allerdings nutzen immerhin 45 Prozent der Befragten Fernsehsender aus ihrer Heimat, um sich mit Informationen zu versorgen. Beim Internet liegt dieser Anteil bei lediglich 22 Prozent. Unter den Menschen mit türkischem Migrationshintergrund gibt es jedoch einen Sondereffekt. Vor allem beim Fernsehen liegt die Nutzungsdauer türkischsprachiger Medien über dem Zeitraum, den diese Gruppe deutsche Fernsehprogramm verfolgen. Insgesamt aber zeigt sich, dass auch bei der Mediennutzung Aspekte wie Bildungsniveau, Sprachkenntnisse und Alter mindestens in gleicher Weise die Mediennutzung beeinflussen, wie die Zugehörigkeit zu einer bestimmten ethnischen Gruppe, so die Verantwortlichen abschließend.







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