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22. 05. 2012
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BOPS – Mitarbeiterqualifizierung wird Gegenstand eines Forschungsprojekts


09.02.2010 15:06 von:

Schlagwörter: Köln,Universitätsklinik,Verbundprojekt,Forschungsprojekt,Studie,2010,Arbeitsmark

Das Verbundprojekt trägt den etwas sperrigen Namen: Beruflichkeit, Organisations- und Personalentwicklung im Spannungsfeld von Restrukturierung und Kompetenzsicherung oder kurz "BOPS" genannt. Vier Hochschulen aus ganz Deutschland nehmen an der wissenschaftlichen Aufarbeitung der bereits vorhandenen Ergebnisse sowie an der Erforschung neuer Konzepte zur "zukunftsgerichteten und sozial verantwortlichen Organisations- und Personalentwicklung" teil, darunter auch die Kölner Universitätsklinik. Die Uniklinik beschäftigt rund 6800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, vom internationalen Exzellenzforscher bis zur ungelernten Hilfskraft. Als die Arbeitsagentur vor einigen Jahren das Arbeitsmarkt-Sonderprogramm WeGebAU initiierte, nahm auch die Kölner Uniklinik an der Maßnahme teil. Damals wurden rund 200 Geringqualifizierte im Rahmen dieser Maßnahme weitergebildet und im auf neue Stellen im Bereich Patientenservice vorbereitet. Inzwischen besetzt die Uniklinik rund die Hälfte aller 300 bis 400 offenen Stellen pro Jahr mit internem Personal. Hiervon wird ein knappes Drittel über Job Change vermittelt.

"Wir bilden und qualifizieren präventiv und versuchen so, bereits im Vorfeld Vermittlungshemmnisse bei unseren "Kunden" aus dem Weg zu räumen", beschreibt der Leiter der Servicestelle, Markus Tölle, die Aufgabe von "Job Change". Bei der Qualifizierung selbst greift die Servicestelle neben der klinikeignen Weiterbildungsabteilung auch auf externe Partner wie den TÜV Rheinland, die Kölner Volkshochschule VHS oder das Weiterbildungsinstitut Mibeg zurück. In dem nun gestarteten Forschungsprojekt mit der Universität Duisburg-Essen, genauer dem dortigen Institut für Arbeit und Qualifikation IAQ soll vor allem die Effizienz des Versetzungs- und Übergangsmanagement untersucht werden. "Versetzungsabteilungen wie Job Change bilden ein effektives Flexibilitätsinstrument, wenn es um den Wegfall von Arbeitsplätzen geht", so die Ausgangsthese von Gernot Mühge, einem Sozialwissenschaftler der Universität in Duisburg-Essen. Experten wie er sehen hier eine Möglichkeit, Arbeitslosigkeit zu verhindern, bevor sie entsteht.

Das Forschungsprojekt wird mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) finanziell unterstützt. Über die Höhe der Zuwendungen für dieses konkrete Projekt machten die Verantwortlichen aber keine Angaben. Die dahinter stehende Förderinitiative der Bundesregierung mit Namen "Stabilität und Flexibilität in einer sich wandelnden Arbeitswelt" hat eine Laufzeit bis 2013, teilte die Universität abschließend mit. Zwar räumte auch Tölle gegenüber Köln Nachrichten ein, dass interne Arbeitsmärkte eher etwas für große Unternehmen oder Organisationen sind. Die Ergebnisse der Forschungen sollen aber in jedem Fall öffentlich zugänglich gemacht werden. Und wer weiß: Vielleicht profitiert ja auch der eine oder andere Mittelständler von den Forschungsergebnissen der Wissenschaftler.

Weitere Informationen zum Projekt BOPS finden Sie auch im Internet unter: www.bops-projekt.de.







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