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22. 05. 2012
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BZgA präsentiert Ergebnisse zur Umfrage über Glücksspiele


24.01.2009 16:32 von:

Schlagwörter: Bundeszentrale,gesundheitliche,Aufklärung,Umfrage,Glücksspiele,Sucht,Automaten,Ã

Die Gefahren, die von einer Sucht nach Glücksspielen herrühren, sind aber schon lange auch in anderen Spielen bekannt. Ob Backgammon, Poker oder das berüchtigte Roulette. Immer wenn es um Geld geht, spielt die Gefahr mit, die erzielten Verluste durch noch höhere Einsätze wieder hereinzuholen. Nicht selten endeten Spieler in der sozialen Isolation bedingt durch eine völlige Überschuldung. Aber wie sieht es heute aus? Dieser Frage ging die in Köln ansässige Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) nach und befragte dazu 10.001 repräsentativ ausgesuchte Personen im Alter zwischen 16 und 65 Jahren nach ihrem eigenen Glücksspielverhalten.

Mehr als die Hälfte der Befragten ist betroffen

Die Ergebnisse sind erschütternd. Mehr als die Hälfte der Befragten (55 Prozent) gaben zu, im Laufe der vergangenen zwölf Monate eines oder gar mehrere Glückspiele mit Geldeinsatz gespielt zu haben. Männer scheinen dabei den Glücksspielen mit einer Quote von 60 Prozent etwas mehr zugeneigt zu sein als Frauen. Aber auch beim weiblichen Geschlecht waren es immerhin 50 Prozent, die im vergangenen Jahr um Geld spielten. Besonders die staatliche Lotterie 6 aus 49 erfreut sich höchster Beliebtheit, obwohl gerade hier die Chance eines Hauptgewinns statistisch betrachtet verschwindend gering ist. Mehr als ein Drittel (36 Prozent) spielten in den vergangenen zwölf Monaten Lotto, immerhin 28 Prozent versuchten es mit der Variante Spiel 77 oder der Super 6. Doch nicht alle Lottospieler sind tatsächlich in der Gefahr, ihr Spielverhalten nicht mehr kontrollieren zu können. Die Experten der BZgA schätzen demnach den Anteil der als „äußerst kritisch“ einzustufenden Spielernaturen auf gerade einmal 0,2 Prozent. Bezogen auf die Gesamtbevölkerung sind dies aber noch immer rund 100.000 Menschen, die akut von einer Spielesucht betroffen sind. Weitere 225.000 Menschen gelten demnach als „kritisch“, ihr Glücksspielverhalten wird als „problematisch“ eingestuft

Die Unterscheidung zwischen den einzelnen Gruppen von Glücksspielern verlaufen dabei fließend. Trotzdem haben die Fachleute einige Unterschiede ausmachen können. Dies gilt vor allem im Bereich der Sportwetten, beim „kleinen“ Spiel in Spielbanken oder die vielfältigen Möglichkeiten von Online-Glücksspielen. Als Beispiel nannte die BZgA das Verhalten an Geldspielgeräten. Hier ist das Risikopotential problematischer oder pathologischer Spielernaturen um den Faktor neun höher als bei „normalen“ Glücksspielern. Mit den so gewonnenen Daten will die Bundeszentrale ihre Aufklärungsarbeit in diesem Bereich fortsetzen und verbessern. „Durch die Intensivierung der Maßnahmen zur Prävention von Glücksspielsucht kann erreicht werden, dass sich Glücksspielsucht in der Bevölkerung nicht weiter ausbreitet. Zusätzliche Anstrengungen sind hier sicher notwendig“, erklärte die Direktorin der BZgA Dr. Elisabeth Pott. Vor allem die Ausbreitung und gesellschaftliche Etablierung des Pokerspiels sowie immer neue Lockangebote im World Wide Web bereiten den Spieleexperten zunehmend Sorgen. Dies gelte, und das ist die besondere Sorge Potts, zunehmend auch für Jugendliche und junge Erwachsene, die sich der Folgen noch nicht hinreichend im Klaren sind.

Mit ihrem neuen Kooperationspartner, dem Deutschen Lotto- und Tottoblock (DLTB) will die Zentrale zukünftig die Präventionsarbeit noch weiter intensivieren. Die nun vorgelegte repräsentative Studie ist das erste greifbare Ergebnis dieser Zusammenarbeit. Auch die Internetseite www.spielen-mit-verantwortung.de stellt die Beratungs- und Informationsangebote dar. Überdies hat die Bundeszentrale eine kostenlose Hotline unter der Nummer 0800 / 137 2700 freigeschaltet. Hier erhalten Betroffene und Neugierige wichtige Tipps und Hinweise zum Thema Glücksspielsucht.

Die komplette Studie mit den Ergebnissen der Repräsentativbefragung finden Sie im Internet unter www.bzga.de/Forschung/Aktuelle.







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