22. 05. 2012
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Deutsches Bildungssystem nicht global genug
Auf Basis einer repräsentativen Stichprobe von 1002 Befragten im Alter
zwischen 18 und 65 wurden die Teilnehmer von der Initiative Markt- und
Sozialforschung nach ihrer Meinung zum Thema Bildung und Globalisierung
befragt. Das ernüchternde Ergebnis lautet: Das deutsche Bildungssystem
ist den Anforderungen einer globalisierten Welt kaum gewachsen. Mehr
als zwei Drittel (67 Prozent) teilten diese Auffassung. Dabei stellten
die Initiatoren ein deutliches Ost-West-Gefälle fest. "Vor allem
Menschen in den neuen Bundesländern sehen die Bildungssituation
kritischer als der Durchschnitt. Mit zunehmendem Alter beurteilen die
Befragten die Bildungssituation eher negativ und Frauen zeigen sich
weniger zuversichtlich als Männer“, fasst Bernd Wachter, Vorstand des
ADM, Arbeitskreis Deutscher Markt- und Sozialforscher, das Ergebnis
zusammen. Bei der Frage nach der Verantwortlichkeit gaben aber ebenso
viele der Befragten an, dass die Zuständigkeit für Bildung bei jedem
Einzelnen liege.
Ursachen des Fachkräftemangels
Die Ursache für den Fachkräftemangel in Deutschland wurde von den
Befragungsteilnehmern vor allem in einer unzureichenden Vorbereitung
auf die Anforderungen der Berufs- und Arbeitswelt verortet.
"Mangelhafte Abstimmung zwischen Ausbildung und Beruf, fehlender
Praxisbezug und unzulängliche Qualität der Schulbildung - das sind die
Faktoren, die jeweils etwa die Hälfte der Befragten als Gründe für den
Fachkräftemangel sieht", so Wachter weiter. Bei einer differenzierteren
Betrachtung nach Geschlecht, Alter und Bildungsgrad zeigt sich jedoch
eine erhöhte Sensibilität für diejenigen Schwierigkeiten, von denen der
Befragte jeweils selbst am ehesten betroffen ist. Beispielsweise nehmen
Frauen die erschwerte Vereinbarkeit von Familie und Beruf
überdurchschnittlich häufig als Problemursache wahr und jüngere
Personen den schwierigen Übergang ins Berufsleben. Hochschulabsolventen
dagegen identifizieren den fehlenden Praxisbezug als größten
Problembereich.
Bei der Online-Befragung wurden Stichproben gezogen, um die
Repräsentativität anhand des bundesdeutschen Bevölkerungsdurchschnitts
zu ziehen. Damit soll gewährleistet sein, dass keine
Mehrfachbeteiligungen vorlagen. Der Befragungszeitraum lag zwischen dem
6. und 12. Februar dieses Jahres.
Weitere Informationen zum Unternehmen finden Sie auf der Internetseite: www.psyma.com.

























