22. 05. 2012
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DIA-Studie: Vorsorgebereitschaft geht zurück
Auf den ersten Blick muten die Umfrageergebnisse im Rahmen der jüngsten Studie des Kölner Instituts für Altersvorsorge (DIA) widersprüchlich. 1042 Erwerbstätige im Alter zwischen 18 und 65 Jahren wurden zu ihren persönlichen Einstellungen zur Altersvorsorge befragt. Das erste Teilergebnis ist zunächst einmal eine Erfolgsmeldung. Die Deutschen zeigen sich Ende des Jahres 2009 bei der Altersvorsorge deutlich weniger von der Finanzkrise betroffen als in den Vorquartalen. Dennoch geht die Vorsorgebereitschaft zurück, so der aktuelle "DIA-Deutschland-Trend-Vorsorge". Fast zwei Drittel (64 Prozent, drittes Quartal: 55 Prozent) geben an, dass die Wirtschafts- und Finanzkrise sie weder persönlich betroffen noch ihrer konkreten Altersvorsorge geschadet hat. Trotz des gestiegenen Sicherheitsgefühls sieht fast die Hälfte (46 Prozent) der Befragten keinen finanziellen Spielraum, um in den nächsten zwölf Monaten in die Altersvorsorge zu investieren. Die kurzfristige Abschlussbereitschaft sank sogar von 25 auf 19 Prozent. Dies lässt den aktuellen "DIA-Deutschland-Trend-Vorsorge" um drei Punkte auf 100 Zähler fallen, wie das bankennahe Institut ermittelte.
Fast zwei Drittel der Befragten (62 Prozent) lehnten dabei auch die stufenweise Anhebung des Renteneinstiegsalters ab. Zwölf Prozent hielten diese Entscheidung für notwendig. Die unterschiedlichen Altersklassen schätzen dabei sehr realistisch ein, inwieweit sie von der Anhebung betroffen sind. Nur ein Fünftel kann sich vorstellen, bis zum 67. Lebensjahr zu arbeiten, 23 Prozent schließen dies aus gesundheitlichen Gründen aus. Der von der letzten Bundesregierung proklamierte Ausschluss zukünftiger Rentenkürzungen wird zwar von allen Altersgruppen mit 56 Prozent überwiegend begrüßt. 80 Prozent vermuten aber, dass sich dieser Beschluss zukünftig in geringeren Rentenerhöhungen auswirken wird.
Die Umfrage wurde im Zeitraum zwischen dem 16. und 22. Dezember vergangenen Jahres durchgeführt. Die Stichprobe des DIA soll den Ansprüchen einer repräsentativen Studie genügen, wie die Autoren versicherten. Der DIA-Deutschland-Trend-Vorsorge"-Index wird im jährlichen Turnus ermittelt. Projektpartner bei der Durchführung der Studie war das in Köln ansässige Marktforschungsinstitut YouGovPsychonomics AG.

























