22. 05. 2012
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DIA-Umfrage: Private Altersvorsorge hat Nachholbedarf bei Jüngeren
Die private Altersvorsorge ist ein wichtiger Baustein in der persönlichen Lebensplanung. Angesichts der demografischen Entwicklung in Deutschland dürfte die Bedeutung privater Vorsorge in der näheren Zukunft noch ansteigen. Immer weniger Einzahler müssen immer mehr Rentner und Pensionäre im umlagefinanzierten Rentensystem stemmen. Doch das Interesse scheint gerade bei den unter 30-Jährigen derzeit noch schwach ausgeprägt. Das hat eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts Forsa im Auftrag des Deutschen Instituts für Altersvorsorge ergeben. Wie die Initiatoren am gestrigen Freitag bekannt gaben, ist das Interesse vor allem in der Altersgruppe der 30- bis 59-Jährigen am höchsten.
Mehr als 70 Prozent der Menschen im mittleren zeigten demnach Interesse an der Altersvorsorge, sie hielten das Thema für wichtig. Dabei spielen vor allem die private wie auch die betriebliche Altersvorsorge eine wichtige Rolle. Bei den Jüngeren waren es hingegen nur 52 Prozent. 88 Prozent der 30- bis 44-Jährigen gaben dabei an, sie hätten bereits für ihre Altersvorsorge etwas unternommen, die Autoren vermuten, dass sich das auch im Kauf einer Immobilie äußert. Mehr als zwei Drittel begrüßen das deutsche Rentenmodell im Grundsatz ("Generationenvertrag"). Das Vertrauen scheint jedoch bei den Jüngeren tendenziell zu schwinden, hier begrüßten lediglich 59 Prozent das umlagefinanzierte Rentensystem. Allerdings werden höhere Beiträge von mehr als zwei Drittel insgesamt und drei Viertel der 18- bis 29-Jährigen abgelehnt. Als Ausweg können sich 61 Prozent mehr private Vorsorge, 35 Prozent höhere Steuerzuschüsse, 22 Prozent höhere Beiträge und nur elf Prozent niedrigere Renten vorstellen. Nur jeder Fünfte würde einen späteren Renteneintritt in Kauf nehmen.
Rentnerpaare erhalten im Durchschnitt eine Rente von 1967 Euro pro Monat. Hier gibt es auch mehr als 20 Jahre nach der Wiedervereinigung noch immer eine Differenz zwischen neuen und alten Bundesländern. Während im Westen der Republik die durchschnittliche Rente bei 2006 Euro liegt, beträgt sie in den neuen Bundesländern nur 1830 Euro. Damit ist die heutige Rentnergeneration eigentlich gut aufgestellt, so die Einschätzung der Kölner Rentenexperten. Der genauere Blick offenbar jedoch Unterschiede. Sechs von zehn Rentner in den neuen Bundesländern, aber nur vier von zehn im Westen erhalten allerdings weniger, dagegen liegen 29 Prozent im Osten und 41 Prozent im Westen über dem Durchschnitt. Eine weitere Sollbruchstelle ist der zunehmende Trend zum Singledasein. Das könnte zu einem Problem auch bei den Renten führen. Im Durchschnitt liegt die Rente von Singles im Westen bei nur 1042, in den neuen Bundesländern gar nur bei 925 Euro pro Monat. Die betriebliche Altersvorsorge steuert dazu im Bundesdurchschnitt weitere 970 Euro dazu. Die Differenz zwischen Ost und West ist hier deutlich größer (761 zu 1004 Euro).
Die Befragung von 1503 repräsentativ ausgesuchten Personen ab 18 Jahren erfolgte im Zeitraum zwischen dem 9. und 12. August. Weitere Informationen zum Thema Altersvorsorge finden sie auch im Internet unter: www.dia-vorsorge.de.

























