22. 05. 2012
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DLR erhält 27 Millionen Euro für Solarforschung
Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt DLR erhält 27 Millionen Euro aus Landesmitteln. Ziel ist der Aubau eines neuen Instituts für Solarforschung. Am heutigen Dienstag kamen NRW-Innovationsminister Prof. Andreas Pinkwart und Wirtschaftsministerin Christa Thoben in den Kölner Südosten, um die Vereinbarung zu unterzeichnen. Die Fördersumme wird über einen Zeitraum von fünf Jahren verausgabt. Die Fördergelder kommen aus den Etat beider Ministerien. Mit den Mitteln bündelt das DLR gemeinsam mit der Fachhochschule Aachen seine bisherige Forschung im Bereich der Solarforschung und will diese mit der Institutsgründung zugleich ausbauen. Das geplante DLR-Institut wird auch mit der RWTH Aachen, die am Standort Jülich ebenfalls ihre Solarforschung ausbauen wird, zusammenarbeiten.
Das DLR-Institut für Solarforschung wird seinen Schwerpunkt auf der Entwicklung neuer solarthermischer Kraftwerke haben. Solche Sonnenkraftwerke fokussieren die Strahlen der Sonne um mit der so entstehenden Hitze über einen normalen Kraftwerksprozess umweltfreundlich CO2-freien Strom zu gewinnen. "Bereits heute steckt Technologie, die hier in NRW entwickelt wurde, in den Solarkraftwerken, die derzeit in Spanien und Nordafrika im Bau oder in der Planung sind. Das Interesse an dieser Technologie ist weltweit enorm. Mit dem Forschungsinstitut kann sich Nordrhein-Westfalen wichtige Anteile an diesem boomenden Exportmarkt sichern", erklärte Pinkwart nach der Unterzeichnung. "Die Konzentration der solarthermischen Forschung in Nordrhein-Westfalen bietet enorme Chancen für unsere exportstarken Unternehmen. Sie können sich zukünftig noch besser an den weltweit boomenden Solar-Märkten beteiligen. Das schafft Wachstum und Arbeitsplätze", ergänzte Thoben zur industriepolitische Bedeutung des neuen Instituts.
Solarturm Jülich ist ideales Testkraftwerk
Das neue Institut soll in Köln angesiedelt werden, hieß es dazu weiter. Zugleich wird es aber auch im Verbund der Solarforscher in Jülich und Aachen weitere neue Einrichtungen geben. So ist unter anderem geplant, nahe des Jülicher Solarturm eine weitere Außenstelle aufzubauen. Der seit 2009 von den Stadtwerken Jülich als Versuchs- und Demonstrationsanlage betriebene Solarturm soll zukünftig verstärkt für Weiterentwicklungen und Grundlagenforschung genutzt werden. Zum Institut gehören außerdem Außenstellen in Stuttgart und im spanischen AlmerÃa. "Solarthermische Kraftwerke leisten einen wesentlichen Beitrag bei der Verwirklichung des Wüstenstrom-Projekts DESERTEC. Das DLR ist führend bei der Entwicklung dieser Technologien und wird mit einem Solarforschungsinstitut seine Kompetenzen noch weiter ausbauen", erklärte Prof. Dr.-Ing. Johann-Dietrich Wörner, Vorstandsvorsitzender des DLR. Solarforschung ist jedoch für das DLR nichts Neues. Bereits vor 30 Jahren begannen erste Forschungen zu diesem Themenkomplex. Dabei haben sich die Kölner energieforscher unter anderem Einzelteile wie Parabolspiegel, Absorberrohre und Strahlungsempfänger spezialisiert. Diese Einzelteile eines solarthermischen Kraftwerks sind entscheidend für seinen Wirkungsgrad.
Zukünftiger Leiter des neuen Instituts wird Prof. Hans Müller-Steinhagen. Ihm zur Seite stehen die beiden Stellvertreter Prof. Bernhard Hoffschmift und Prof. Robert Pitz-Paal. Das DLR beschäftigt im Geschäftsbereich Solarforschung rund 80 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Sie werden zukünftig in dem Institut weiterarbeiten, hieß es dazu abschließend.

























