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22. 05. 2012
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Elektrofahrzeuge werden in Köln getestet


29.12.2009 10:30 von:

Schlagwörter: Köln,NRW,Universität,Duisburg-Essen,Elektroauto,Sicherheit,Elektro-Tankstelle,Rh

In Köln gibt es ab dem kommenden Jahr einen Feldversuch. Mit Mitteln aus dem Konjunkturpaket der Bundesregierung erforscht die Universität Duisburg-Essen (UDE) in Köln Wege und Möglichkeiten der so genannten Elektromobilität. Rund 50 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verschiedenen Einrichtungen und Lehrstühlen nehmen an dem Projekt teil. Industriepartner sind die Kölner Untenehmen RheinEnergie AG und der Autohersteller Ford-Werke GmbH. Die Wissenschaftler kommen dabei aus unterschiedlichen Disziplinen wie Ökonomie, Physik, Ingenieurwesen, Informatik oder der Psychologie, hieß es dazu weiter. Start ist am 4. Januar kommenden Jahres, das Projekt läuft bis Ende 2011.

"Es geht uns um etwas deutlich anderes, als die bloße Entwicklung eines Elektrofahrzeugs. Wir wollen sämtliche Aspekte der Elektromobilität abbilden von der Technik über die Logistik bis hin zu Akzeptanz- und Sicherheitsfragen, und genau deshalb brauchen wir die 15 Lehrstühle mit ihren Instituten", erklärte der Sprecher des Projekts, Prof. Ferdinand Dudenhöffer. Für das Projekt stehen insgesamt 15 Millionen Euro aus den Mitteln des zweiten Konjunkturpakets zur Verfügung. "Diese breit angelegte Forschungsoffensive zeigt, dass die Vernetzung und Zusammenarbeit der Wissenschaftler untereinander und der enge Bezug zur Industrie eine der großen Stärken der Universität Duisburg-Essen ist. Außerdem können wir bereits auf wesentliche Vorarbeiten im Themenfeld der Elektromobilität zurückgreifen", so Prof. Dieter Schramm, Dekan der federführenden Fakultät für Ingenieurwissenschaften. Das Zentrum im Ruhrgebiet ist mit rund 5400 Studierenden, 500 Mitarbeitern und 80 Lehrstühlen eines der größten in Deutschland.

Flottenversuch in NRW soll hochgerechnet werden

Während des Projekts werden von den Ford-Werken 25 Elektrofahrzeuge – sowohl PKW wie auch leichte Nutzfahrzeuge - im Großraum Köln eingesetzt. Die Rheinenergie Köln stellt dazu Elektrotankstellen im Großraum Köln zur Verfügung. Die Aufgabe der UDE-Wissenschaftler besteht nun darin, die Kundenakzeptanz von Elektrofahrzeugen zu ermitteln und die Testergebnisse auf das gesamte Bundesland NRW hochzurechnen. Dazu entwickelt die Universität entsprechende Fahrzeug- und Batteriesimulations-Teststände, die es erlauben, alle Streckenprofile, Verkehrssituationen, Fahrbahnzustände und Ladevorgänge abzubilden. "Stellen Sie sich das so vor, als würden 20.000 Elektrofahrzeuge unterwegs sein, und es wären tausend Batterieladestationen in NRW vorhanden", so Schramm weiter. Bei dem Projekt sollen auch Verkehrsdaten erhoben werden. Die werden in den Großrechner des Stauforschers Prof. Michael Schreckenberg eingespeist und ausgewertet. Ein weiterer wichtiger Aspekt der Untersuchung ist das Thema Sicherheit. So soll unter anderem analysiert werden, wie die Stromaggregate von Elektroautos nach einem Unfall reagieren. Das leise Außengeräusch eines Elektromotors könnten sich als Problem erweisen, auch hier suchen die Wissenschaftler nach Lösungen.

Die Nachhaltigkeit eines solchen Projekts ergibt sich bereits aus der Umweltbilanz. Zwar beträgt der Anteil der fossilen Energieträger an der derzeitigen Stromerzeugung derzeit noch weit über 50 Prozent. Aber Elektroautos belasten eben die Umwelt nicht zusätzlich. Im Zuge der Einführung von Umweltzonen könnten Elektromobile sogar zu einer wesentlichen Verbesserung der Luftqualität beitragen. Um möglichst ganzheitlich zu arbeiten, werden neben Pkw auch leichte Nutzfahrzeuge in die Betrachtung einbezogen. Außerdem wollen Psychologen die Akzeptanz neuer Elektromodelle am konkreten Objekt testen. Experten gehen davon aus, dass die ersten reinen Elektroautos deutlich teurer werden als vergleichbare Modelle mit herkömmlicher Antriebstechnik. Das Modellprojekt ist nicht das erste seiner Art. Auch die anderen großen deutschen Autohersteller, zuletzt auch Daimler, forschen am Elektroauto der Zukunft. Selbst die Deutsche Bahn hat das Elektroauto für sich entdeckt, in der Bundeshauptstadt testet der Staatsbetrieb den Einsatz von Elektrofahrzeugen im Nahverkehr. Vorbild könnte da das Fürstentum Monaco sein. In keinem anderen Land gibt es derzeit mehr Elektro- oder Hybridfahrzeuge bezogen auf den gesamten Fuhrpark als in dem kleinen Fürstentum an der Riviera. 300 der insgesamt 18.000 Tiefgaragenplätze verfügen bereits über Elektroanschlüsse, mit denen die Fahrzeuge kostenfrei betankt werden können, berichtete Spiegel Online am Weihnachtstag.

In Köln wird es bereits Ende Januar kommenden Jahres ein erstes sichtbares Ergebnis geben. Dann plant der Kölner Energieversorger seine erste Elektrotankstelle. Standort ist die Lungengasse in der Kölner Innenstadt, hieß es vonseiten des Unternehmens.







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