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22. 05. 2012
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FH Köln: Forscher suchen nach Lösungen bei zivilen Stromausfällen


29.03.2010 13:12 von:

Schlagwörter: Köln,Stromnetz,Forschung,Sicherheitsforschung,Verbund,Treffen,Hacker,Szenario

Die Bedrohungs-Szenarien sind vielfältig. Ein Erdbeben zerstört die Infrastruktur, Hacker legen die Kommunikationskanäle lahm und eine Pandemie sorgt für personelle Engpässe. Und dann fällt zu allem Überfluss auch noch die Stromversorgung aus. Solche und ähnliche Szenarien sind die Grundlage für die Beteiligten des Forschungsverbundes GRASB. Am Donnerstag vergangener Woche trafen sich die Verbundpartner auf Einladung der Kölner Fachhochschule in der Domstadt, um sich über den neuesten Forschungsstand in Kenntnis zu setzen. Mit GRASB - "Szenarienorientierte Grundlagen und innovative Methoden zur Reduzierung des Ausfallrisikos der Stromversorgung unter Berücksichtigung der Auswirkungen auf die Bevölkerung" - sollen mögliche Ausfallabläufe beschrieben und damit flächendeckende Stromausfälle vermieden werden. Die vier Hauptpartner des Projekts sind die TÜV Rheinland Consulting GmbH, zugleich Koordinator des Verbundes, das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, Wölfel Beratende Ingenieure GmbH + Co. KG sowie die Fachhochschule Köln. Gefördert wird GRASB vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Programms "Forschung für die zivile Sicherheit" als Teil der High-Tech-Strategie der Bundesregierung.

Risiko reduzieren und Verletzlichkeiten analysieren

In den nächsten zweieinhalb Jahren wollen die Forscher neue Methoden der Gefahrenerkennung und Ausfallprävention entwickeln. "Klimawandel, Globalisierung sowie technischer und politischer Wandel zum Thema erneuerbare Energien sind nur einige Faktoren, die die Art und Weise der Stromversorgung in Zukunft verändern. Damit ändert sich aber auch die Anfälligkeit des Systems", erläuterte Prof. Dr.-Ing. Heinz-Willi Brenig, Studiengangsleiter des Masterstudiums Rettungsingenieurwesen und GRASB-Projektleiter der FH Köln. "Gerade diese zukünftigen Ausfallfaktoren können in Verbindung mit den bereits heute existierenden Herausforderungen zu unvorhergesehenen Dominoeffekten führen. Durch GRASB wollen die Projektpartner unter anderem derartige Zusammenhänge erkennen und entsprechende Ansätze entwickeln, um dieses Risiko zu reduzieren".

In der Entwicklung der Versorgungssicherheit von morgen arbeiten die vier Partner mit vier Energieversorgern zusammen: EnBW, E.ON, RheinEnergie und Stadtwerke Duisburg Netzgesellschaft. Gerade deren Detailwissen ist unentbehrlich, um im Laufe des Projekts Verletzlichkeiten von Kraftwerken, Stromnetzen, IT oder Personal zu bewerten. "An welchen Stellen und gegen was das komplexe Gefüge "Stromversorgung" in Zukunft verletzlich wird und durch welche Einflüsse dies geschieht, soll durch entsprechende szenarioorientierte Verletzlichkeitsanalysen geklärt werden", erläutert Dr.-Ing. Heiko Klick als GRASB-Projektkoordinator und Senior Consultant der TÜV Rheinland Consulting GmbH: "Dieser Verbund von Industrie, Behörde und Hochschule ist wegen der Vielzahl der Einflüsse für die Forschung absolut notwendig."

Expertise aus dem Rettungsingenieurwesen

Die Fachhochschule Köln bringt in das Projekt die anerkannte Expertise des Lehr- und Forschungsgebiets Rettungsingenieurwesen ein. Wie in anderen Forschungsprojekten des Lehrgebiets werden auch bei dem Forschungsprojekt GRASB Studierende des Masterstudiengangs aktiv eingebunden. Über die praxisbezogenen Forschungsprojekte werden die wissenschaftlichen Ergebnisse in Industrie und Wirtschaft transferiert. "Gerade durch diese Zusammenarbeit erreichen wir die nachhaltige Umsetzung von Forschungsergebnissen, ein Erfolgskonzept", betonte Prof. Dr.-Ing. Klaus Becker, Vizepräsident für Forschung und Wissenstransfer der Fachhochschule Köln. Außerdem werde mit dem Netzwerk zugleich auch ein maßgeblicher Beitrag zur Sicherheitsforschung geleistet, so Becker abschließend.

Bildquelle: www.pixelio.de.







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