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22. 05. 2012
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Forscherin sucht Kaufsüchtige für psychologische Studie


06.05.2010 12:57 von:

Schlagwörter: Köln,Studie,Universität,Düsseldorf,Münster,Kaufverhalten,Kaufsucht,Psychologie,A

Nach einer Hochrechnung der Techniker-Krankenkasse gelten in Deutschland rund 800.000 Konsumenten als kaufsüchtig. Gefährdet sind demnach mit rund vier Millionen deutlich mehr und zugleich rund fünf Prozent der deutschen Gesamtbevölkerung. Zwar gibt es das Phänomen der unersättlichen Kauflust bereits seit längerem, aber möglicherweise hat die immer tiefere Durchdringung mit den teilweise aggressiven Werbeslogans ihr Quäntchen dazu beigetragen, dass die Zahl der Kaufrausch-Abhängigen sich in den vergangenen Jahren eher erhöht als reduziert hat. Welchen psychologischen Denkmustern und Zwängen unterliegen die Betroffenen? In einer breit angelegten Forschungsarbeit will die angehende Doktorandin Sinje Meiners die Motive und Erfahrungen von Menschen mit einer solchen Sucht oder Suchtgefährdung untersuchen.

Die beiden Doktorväter der jungen Nachwuchspsychologin sind Prof. Alexander Gerlach von der Abteilung Psychologie an der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Kölner Universität und Prof. Reinhard Pietrowsky vom Institut für Experimentelle Psychologie der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf. "Über Kaufsucht ist noch viel zu wenig wissenschaftlich bekannt - das erschwert die Hilfe für Betroffene sehr", begründet der Hochschullehrer die aktuelle Unterstützung von gleich drei Hochschule. Nicht zuletzt werde mit dieser Untersuchung möglicherweise auch Hinweise für eine zielgerichtetere und damit effizientere Diagnose und Behandlung gestellt, hieß es dazu von offizieller Seite. Die Stiftung für Klinischer Psychologie unterstützt das Projekt.

Wie der Name es schon ausdrückt, ist die Krankheit in erster Linie psychologischer Natur. Kaufsüchtige Menschen haben einen starken Drang zu kaufen. Sie kaufen wesentlich häufiger und zugleich auch mehr, als sie sich zuvor vorgenommen haben. Schließlich erwerben sie im Endstadium der Suchtkrankheit Dinge, die sie sich eigentlich gar nicht leisten können oder schlichtweg gar nicht brauchen. Finanzielle Probleme und Auseinandersetzungen innerhalb der Familie oder mit Freunden sind oft die Folge, wie die Psychologen aus der Praxis schon lange zu berichten wissen.

Weitere Informationen zur Studie sowie die entsprechenden Ansprechpartner finden Sie auch auf der Internetseite des Projekts unter: www.unipark.de.







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