22. 05. 2012
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IAG-Studie: Arbeitsmarktforscher empfehlen gleitenden Übergang zum Ruhestand
Das Renteneintrittsalter liegt derzeit bei 65 Jahren. Nach dem Willen des Gesetzgebers sollen die deutschen Arbeitnehmer schon bald bis zur Vollendung des 67- Lebensjahres arbeiten. In der Vergangenheit aber erreichten nur die Wenigsten tatsächlich dieses Alter in ihrem Job. Nach einer Analyse des Instituts für Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen erreichten im Jahr 2005 gerade einmal 9,2 Prozent, also nicht einmal jeder Zehnte Senior, tatsächlich dieses Alter. Bei Frauen lag der Anteil derjenigen, die bis zum offiziellen Renteneintrittsalter in ihrem Job arbeiteten. Eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit wird nach Meinung der Forscher nicht automatisch auch zu einer Erhöhung dieses Anteils führen, teilte die Universität am heutigen Montag mit. Die Arbeitsmarktforscher haben bei ihren Untersuchungen die vergangenen zehn Jahre untersucht. Auftraggeber der Studie war das Forschungsnetzwerk Alterssicherung der Deutschen Rentenversicherung.
Die Ergebnisse belegen, dass die soziale Sicherung im Ruhestand stärker als bisher auf einer langen Erwerbsphase beruhen wird, gleichzeitig zeigt sich eine "Polarisierung des Rentenübergangs". Während insbesondere gut verdienende ältere Arbeitnehmer auch zukünftig eher frühzeitig in den Ruhestand gehen. Diese Gruppe kann die mit dem vorzeitigen Ausscheiden aus dem Arbeitsleben verbundenen Renteneinbußen leichter verkraften. Schwieriger wird es für die vielen Menschen, die aufgrund der derzeitigen Vorruhestandsregelungen vorzeitig aus ihrem Job ausscheiden und Altersteilzeit beantragen. Die dabei vorgenommenen Abschläge bei der späteren Rente werden in nicht wenigen Fällen zu teilweise erheblichen Einkommenseinbußen im Alter führen. Damit verbunden sind zudem erhebliche Abstriche beim Lebensstandard im Alter. Die Forscher empfehlen der Rentenversicherung, einen "gleitenden Übergang" vom Job in den Ruhestand. Das auszuhandeln wird jedoch Aufgabe der Tarifpartner sein, so die Studie weiter.
Weitere Informationen zur IAQ-Studie finden Sie im Internet unter: www.iag.uni-due.de.

























