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22. 05. 2012
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INSM-Bildungsmonitor 2010: NRW liegt auf Rang 14


19.08.2010 22:28 von:

Schlagwörter: NRW,Bildungsmonitor,INSM,2010,Ranking,Indikatoren,Sachsen,Berlin,Baden-Württembe

Keine guten Nachrichten für NRW. In Sachen Bildungssystem liegt das bevölkerungsreichste Bundesland in der Bundesliga der 16 Ländern auf dem 14. Rang. Entsprechend dem Ranking verzeichnet NRW gerade einmal 63,3 Punkte. Nur Mecklenburg-Vorpommern (62,8 Punkte) und die Hauptstadt Berlin (59 Punkte) schneiden bei der aktuellen Analyse der Initiative Neue Soiziale Marktwirtschaft (INSM) noch etwas schlechter ab. Der Abstand zur Spitze ist deutlich. Spitzenreiter Sachsen kommt demnach auf 80,8 Punkte. An zweiter Stelle folgt mit Thüringen ein zweiter aus der Riege der fünf neuen Länder. Erst auf Rang drei kommt mit Baden-Württemberg das erste westdeutsche Bundesland. Mit 76,3 Punkte musste man sich nur knapp gegen Thüringen geschlagen werden.

In der jährlichen Analyse untersuchen die Experten der arbeitgebernahen Organisation mehr als 100 Indikatoren. Darunter zählen unter anderem die Anzahl der Schulabbrecher wie die der frisch gekürten Doktoren, aber auch systemische Faktoren wie Inputeffizienz, Internationalisierung, Förderinfrastruktur oder Schulqualität. Die Zahlen des aktuellen Bildungsmonitors stammen allerdings aus dem Jahr 2008, wie die Autoren der Studie einräumen. Das liegt jedoch daran, dass sich die Analysen auf Zahlen der Statistischen Ämter stützen. Trotz der erheblichen Unterschiede hat sich das Niveau auch in diesem Jahr weiter verbessert. So wäre der Letztplatzierte Berlin mit der 2010 erzielten Punktzahl im Jahr 2004 beim ersten Bildungsmonitor Sieger des Rankings gewesen. Die Spannweite der Bundesländer bleibt jedoch mit fast 22 Punkten weiterhin sehr hoch. Besonders bei der Schulqualität, gemessen an den Ergebnissen der Schülerleistungstest in Deutsch, Englisch, Mathematik und Naturwissenschaften, liegen die Bundesländer weit auseinander. Während der Freistaat Bayern hier mit stolzen 110,6 Punkten an der Spitze steht, liegt die Hansestadt Bremen mit gerade mal etwas mehr als 30 Punkten auf dem letzten Rang. Nordrhein-Westfalen ist in dieser Kategorie mit 64,8 Punkten immerhin Zwölfter. Dafür schneidet das Bindestrichland in der Kategorie Betreuungsbedingungen liegt NRW hingegen mit 21,1 Punkten abgeschlagen auf dem letzten Rang.

NRW-Bildungsministerin Sylvia Löhrmann von den Grünen sieht in dem Ergebnis "eine Bestätigung für den rot-grünen Koalitionsvertrag". So fordert auch die Initiative in ihrem Bildungsmonitor, die so genannten Demografiegewinne im Bildungssystem zu belassen. Will heißen: Auch wenn die Zahl der Schülerinnen und Schüler in den kommenden Jahren sinken wird, sollten die verantwortlichen Bundesländern nicht an den Kosten für das Lehrpersonal sparen. "Der Bildungsmonitor bestätigt den Ansatz der neuen Landesregierung", kommentierte Löhrmann am heutigen Donnerstag in Düsseldorf. Tatsächlich haben sich beide Koalitionäre darauf verständigt, wie von der INSM gefordert diese Demografiegewinne nicht abzuschöpfen. Auch am Ausbau des Ganztagsunterrichts sowie einem Mehr an Inklusion will die Landesregierung festhalten. "Schulerfolg hängt immer noch zu sehr vom Geldbeutel und dem sozialen Status der Eltern ab. Wir müssen mehr Kinder zu besseren Leistungen führen", so Löhrmann abschließend.

Weitere Informationen und Detailergebnisse des aktuellen Bildungsmonitors finden sie im Internet unter: www.insm-bildungsmonitor.de.







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