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1. 10. 2014
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INSM-Studie: Deregulierung könnte 140.000 zusätzliche Jobs bringen


24.01.2009 17:06 von:

Schlagwörter: Köln,INSM,Studie,Deregulierung,zusätzlich,Jobs,Vergleich,Europa

Besonders bei den so genannten „wirtschaftsnahen Dienstleistungen“ gebe es großes Potenzial. Die durch weniger Regulierung geschaffenen Freiräume könnte zusätzliche Umsätze in Höhe von neun Milliarden Euro nach sich ziehen, so eine weitere Erkenntnis der Autoren. Im speziellen denken die Initiatoren der Studie an Erleichterungen bei Steuerberatern, Notaren und Rechtsanwälten, aber auch an Architekten und Ingenieure. In kaum einem anderen Land gebe es eine derart hohe Regulierungsdichte samt dazugehöriger Gebührenordnungen.

Innerhalb der OECD steht Deutschland in diesem Punkt auf Rang 27. Die Palette möglicher Maßnahmen ist dabei weit, wie das Kölner Institut der deutschen Wirtschaft (IW) darlegte. So könnten zukünftig Diplom-Wirtschaftsjuristen oder Jura-Absolventen mit bestandenem ersten Staatsexamen beispielsweise Rechtsberatung geben. Haftungsregeln sollen den Verbraucherschutz gewährleisten, so der Vorschlag. Nicht rezeptpflichtige Medikamente mit geringem Beratungsbedarf könnte den Apothekern zusätzliche Umsätze bringen. Gleichzeitig soll das Mehr- und Fremdbesitzverbot aufgehoben werden. Steuerfachwirte könnten in Steuersachen beraten und die HOAI (Honorarordnung für Architekten und Ingenieure) solle zugunsten freu verhandelbarer Vergütungen für Leistungen aus diesem Bereich ersetzen, fordert die INSM-Studie weiter.

„Der hohe Regulierungsgrad in Deutschland ist überzogen“, so das Fazit von Hans-Peter Klös, Geschäftsführer des IW. Seiner Meinung nach kann das Hauptargument der Lieberalisierungsgegner – der Verbraucherschutz – durch Mindeststandards, Haftungsregeln und Informationspflichten ausreichend gewährleistet werden. Eine repräsentative Emnid-Umfrage hat ergeben, dass die Umsätze in freien Berufen deutlich steigen könnten, wenn die Kosten pro Beratung niedriger ausfallen. Der Umfrage zufolge nahmen 35 Prozent der Befragten keine Steuerberatung in Anspruch, weil ihnen die Honorare zu hoch erscheinen.







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