22. 05. 2012
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Internationales Hodgkin-Symposium in Köln
Am 23. Oktober dieses Jahres startet das achte internationale Hodgkin-Symposium im Kölner Gürzenich. Vier Tage lang werden sich unter der Gesamtleistung von Prof. Dr. Andreas Engert, Klinik für Innere Medizin der Uniklinik Köln, rund 800 Fachleute mit der medizinischen Erforschung und den neuesten Erkenntnissen zum Hodgkin-Lymphom befassen. Wie die Kölner Universitätsklinik am heutigen Dienstag weiter bekannt gab, geht es um die Biologie, Pathologie und Therapie der Erkrankung. Auch an die betroffenen Patienten ist gedacht. Sie können sich auf dem Patientenseminar am zweiten Tag der Veranstaltung über aktuelle Therapiekonzepte und Themen wie "Lebensqualität und Fatigue" oder "Sexualität, Hormonmangel und Fruchtbarkeit" informieren. Ein besonderer Höhepunkt des Symposiums ist der Vortrag von Medizin-Nobelpreisträger Prof. Dr. Harald zur Hausen im Rahmen der Eröffnungszeremonie sein, hieß es dazu weiter.
Das Hodgkin Lymphom ist eine bösartige Erkrankung des Lymphsystems, die unbehandelt zum Tod des Patienten führt. In den letzten Jahrzehnten ist es gelungen, weit über 80 Prozent der Hodgkin-Patienten von ihrer Krebserkrankung zu heilen – oft jedoch mit erheblichen Nebenwirkungen und Spätfolgen aufgrund der Chemotherapie. "Im Mittelpunkt zukünftiger Anstrengungen steht die Weiterentwicklung von sogenannten 'Targeted Drugs' – das sind zielgerichtete Therapien mit neuartigen Medikamenten, die gesunde von krebskranken Zellen unterscheiden können und ganz gezielt das unkontrollierte Zellwachstum spezifischer Tumorzellen hemmt", erklärte Experte Engert im Vorfeld der Veranstaltung. Langfristiges Ziel ist auch hier, "zunehmend von der Chemotherapie" wegzukommen. Sie greife wahllos alle teilungsaktiven Zellen an, weiß der Mediziner.
Weitere Informationen zur Veranstaltung finden sie auch im Internet unter: www.hodgkinsymposium.org.

























