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22. 05. 2012
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Köln: Seniorenbefragung zwei Stadtteilen startet am Freitag


14.10.2010 15:46 von:

Schlagwörter: Köln,Köln-Ehrenfeld,Köln-Neuehrenfeld,Forschungsprojekt,Fachhochschule,FH,Senior

Seniorengerechte Wohnformen sind innerhalb der Immobilienwirtschaft schon lange ein Thema. Bereits vor einem Jahrzehnt erreichte die Debatte mit der positiven Bewertung von Pflege- und Seniorenimmobilien einen ersten Höhepunkt. Nun kümmern sich auch immer mehr Städte um die Bereitstellung einer seniorengerechten Infrastruktur. Allerdings sollten die Verantwortlichen zuvor wissen, über was sie reden. Nicht alle vor Jahresfrist eingeführten Konzepte und Modelle sind tatsächlich nachhaltig und wirtschaftlich tragfähig. Umso wichtiger ist es, sich ein genaues Bild über die Bedürfnislage von Senioren zu machen. Längst gehört es zur Mehrheitsmeinung, dass die älteren Menschen so lange wie möglich in ihren eigenen vier Wänden leben sollen. Insofern haben viele Seniorenimmobilienprojekte an den tatsächlichen Bedürfnissen vorbeigeplant. Um eine ambulante Betreuung vor Ort zu gewährleisten, müsse man jedoch auch ermitteln, ob die Angebote der Stadt und der zahlreichen Träger überhaupt bekannt sind. Genau aus diesem Grund startet am morgigen Freitag eine Befragung von insgesamt rund 2000 Kölner Seniorinnen und Senioren. Dies teilte am heutigen Donnerstag die Stadtverwaltung in einer Presseerklärung mit. Die Umfrage beschränkt sich allerdings auf die Stadtteile Ehrenfeld und Neuehrenfeld, wie es dazu weiter hieß.

Nach Angaben der Stadt wird die Umfrage bis zum 15. Dezember dieses Jahres andauern, anschließend werden die Daten aus den Interviews ausgewertet und aufbereitet, hieß es dazu weiter. Die Erhebung ist Bestandteil des Forschungsprojekts "Öffnung des Wohnquartiers für das Alter" (ÖFFNA). Die Befragung erfolgt auf dem Weg des persönlichen Interviews, die vorab telefonisch abgestimmt werden sollen. Notfalls können die Befragungen auch in der jeweiligen Muttersprache stattfinden. Die Stadt will so vermeiden, dass die steigende Anzahl von Seniorinnen und Senioren in diesem Gebiet unterrepräsentiert sind. Die Befragung ist jedoch freiwillig. Ziel der Stadtverwaltung ist es, anhand der Ergebnisse aus den Befragungen zielgerichtetere Angebote für die Betroffenen bereit zu stellen und so benutzergerechte Informationen zu entwickeln.

Durchgeführt wird das Forschungsprojekt von der Kölner Fachhochschule (FH), die Finanzierung erfolgt aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Unterstützung erfahren die Interviewer von der Sozialverwaltung der Stadt. Vor allem das Phänomen der zunehmenden Vereinsamung vieler älterer Menschen soll mit dem Projekt offensiv angegangen werden. Dies gilt vor allem dann, wenn die Seniorinnen und Senioren "nicht eigenständig in wohnortnahe Beziehungsnetzwerke eingebunden sind". Den dadurch bedingten Informationsmangel wolle man beseitigen, hieß es dazu weiter. Schließlich gebe es in den Kölner Vierteln zahlreiche Angebote von Trägern der Altenhilfe.







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