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22. 05. 2012
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Kölner Agentur blickt in die Zukunft der Mediennutzung


11.09.2011 19:40 von:

Schlagwörter: Köln,Z-Punkt,2011,September,Mediennutzung,Studie,Agentur,Medienkonvergenz,Fernse

Die Kölner Agentur Z-Punkt GmbH hat sich mit der Zukunft der Medien beschäftigt. Nachdem das Medium Internet bislang vor allem der Musikbranche und den Printmedien eine ernstzunehmende Konkurrenz geworden ist, droht nun auch der Fernsehbranche eine ähnliche Situation. Schon auf der letzten IFA in Berlin konnten Interessierte einen ersten Blick auf die Zukunft der Endgeräteindustrie werfen. Die zunehmende Vernetzung von Internet und Fernsehen wird als Medienkonvergenz bezeichnet und hält inzwischen durch Neuentwicklungen bei den Geräteherstellern Einzug in deutsche Wohnzimmer. Das Beratungsunternehmen Z-Punkt hat sich nun an einen in der Medienwelt geradezu unendlich langen Prognosezeitraum gewagt. Die am gestrigen Freitag veröffentlichte Studie trägt den bezeichnenden Namen "TV 2020 - Die Zukunft des Fernsehens".

Die Antwort der Kölner Trendforscher fällt allerdings differenziert aus. "Fernsehen ist gekommen, um zu bleiben. Allerdings nur, wenn es das Internet nicht als Gefahr, sondern im Gegenteil als Chance für eine Rundumerneuerung begreift", so das Urteil von Andreas Neef, geschäftsführender Gesellschafter von Z_punkt und Mitautor der Studie. Die Trends der zurückliegenden IFA fasst der Medienexperte wie folgt zusammen: Mehr sinnliche Intensität und Interaktion, mehr Gemeinschaftserleben, intelligente Kontrolle und interaktiver Komfort, vor allem aber wird der Fernsehzuschauer in Zukunft ein grenzenloses Angebot vorfinden. Die Nutzererfahrung wird sich der des Web angleichen. Wer sucht, der findet - ganz gleich ob Filme zu Spezialinteressen, Kinopremieren, Sportevents oder Lifestreams aus aller Welt. Der Fernseher wird mit der Vermählung von TV und Web zum Weltempfänger, wie wir dies von der Welt des Internets längst gewohnt sind: Beliebige Inhalte, an jedem Ort zu jeder Zeit, so die kühne Vision der Marktforscher.

Treiber dieses Wandels sind vor allem die Media-Multi-Tasker, wie die Kölner Agentur die postmaterialistischen Hauptnutzer benennt. Menschen, die neben dem Fernsehkonsum auch das Internet nutzen, Smartphones besitzen und auch einem Chat nicht abgeneigt sind, warten geradezu auf entsprechend gangbare Angebote, die die Inhalte von Web und Fernsehen zusammenführen. Im Kern identifizierten die Kölner Mediaexperten sechs so genannte "Schlüsseltrends", die zusammengenommen für den TV-Markt 2020 bestimmend sein werden. Das Fernsehen als Endgerät könnten bei dieser Entwicklung eine Art "Super-Medium" werden. Allerdings wird die Nutzung dieser Geräte in der Zukunft deutlich flexibler. Mit kleinen Anwendungsprogrammen ("Apps") kann die frühere Röhre zu einem Alleskönner im Haushalt werden. Auch auf andere Bereiche kann diese Entwicklung positive Konsequenzen haben. Der Fernseher könnte so zum Zugang zu einem "intensiven Bildungsuniversum im souveränen Zugriff" werden, so die schöne, neue Welt der Kölner Vordenker.

Weitere Informationen zur Studie finden sie auch im Internet unter: www.z-punkt.de.







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