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22. 05. 2012
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Kölner Forscher mit neuen Erkenntnissen zum Geburtsort der Sonne


12.05.2009 11:22 von:

Schlagwörter: Köln,Sonnensystem,Cluster,Entstehung,Entstehungsgeschichte,Ursprung,Fixstern,Rin

Die Sonne ist der wichtigste Planet in unserem Sonnensystem. Durch seine Energie sorgte die Sonne für gebräunte Haut, Pflanzenwachstum und damit die Grundlagen unseres Lebens auf der Erde. Doch wo entstand der Fixstern. Darüber hat nun die Kölner Professorin Susanne Pfalzner vom I. Physikalischen Institut in der Fachzeitschrift "Astronomy & Astrophysics" einen viel beachteten Aufsatz verfasst. Die Kölner Sternenforscherin sieht dabei den Ursprungsort der Sonne in der Gruppe der so genannten "leaky" Cluster. Sternenklumpen dieser Art werden mit fast beliebiger Sternendichte geboren werden, so die Definition dieses Astrophänomens. Die Anzahl der Sterne eines solchen Sternenhaufens liegt zwischen einigen Dutzend bis hin zu vielen Millionen Sternen. Zumeist lösen sich die Cluster innerhalb eines Zeitraums von 20 Millionen Jahren wieder auf. Angesichts des angenommenen Alters unseres Sonnensystems, das von Experten auf 4,6 Millionen Jahren geschätzt wird, ist dieser unvorstellbar lange Zeitraum selbst relativ kurz.

Die Astronomie unterscheidet zwei Cluster von Sternen-Cluster, deren Größe und Dichte sich bei der Entstehung relativ genau ermitteln lässt. Die ersten Theorien zur Entstehung unseres Sonnensystems stammen vom deutschen Philosophen und Universalgelehrten Immanuel Kant und dem französischen Sternenforscher Ferndinand Laplace. In der heutigen Wissenschaft wird dieser Ansatz gemeinhin als Kant-Laplacesche Nebulartheorie bezeichnet. Sie geht davon aus, dass Sonne und Planeten von mehr als 4,5 Milliarden Jahren aus einer Supernova entstanden ist. Durch die Massenanziehung wurde der größte Teil der Materie dieses Ursprungsnebels zur Mitte gezogen. Aus dem Rest bildeten sich dann im Laufe der nächsten Jahrmillionen die Planeten, wie wir sie heute kennen. Aufgrund der großen Masse und der Bewegung entsteht die so genannte Sonnenzündung. Experten gehen davon aus, dass die Sonne rund zehn Milliarden Jahre Energie abstrahlen wird.

Den Fachaufsatz finden Sie in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Astronomy & Asrophysics, 498, L 37. Zu diesem und weiteren Thema aus diesem Fachbereich findet in diesem Semester eine Ringvorlesung statt. Im 14-tägigen Abstand referieren Experten über die Ursprünge unseres Sonnensystems und weitere wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Astrophysik. Beginn der Reihe ist am morgigen Mittwoch ab 18 Uhr. Erste Referentin ist Prof. Dr. Susanne Pfalzner zum Thema "Sterne entstehen jetzt. Die Vorlesung findet immer im Hörsaal I der physikalischen Institute statt.

Weitere Informationen zu dieser Reihe finden Sie auch im Internet unter: www.uni-koeln.de.







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