22. 05. 2012
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Kölner Forscher stellen erhöhte Toderate bei Krebspatienten nach EPO-Einsatz fest
Das Ergebnis der Untersuchen fassen die Autoren so zusammen: EPO erhöht die Sterblichkeit bei Tumorpotienten. EPO, oder
auch Erythropoetin, um durchschnittlich 17 Prozent. Die Substanz wird häufig bei so genannter Blutarmut angewendet.
Auch bei Krebspatienten, die sich in einer Chemotherapie befinden, wird
die Substanz verabreicht. Nun haben die Kölner Forscher zusammen mit
internationalen Kolleginnen und Kollegen eine Metaanalyse durchgeführt
und am gestrigen Abend zum Start des viertägigen Kongresses erstmals
vorgestellt. Die Mortalität steigt mit dem Einsatz von EPO um 17
Prozent, so das Ergebnis der Untersuchungen. Insgesamt nahm sich die
Forschergruppe 53 Einzeluntersuchungen mit 13.933 Patientendaten vor.
Dabei handelt es sich um randomisiert kontrollierte Studien.
Schon vor drei Jahren fand das Team um den Kölner Medizinforscher
heraus, dass EPO das Risiko von Thrombosen signifikant erhöht. Der
Markt für EPO, das vor allem durch seinen Einsatz bei
Hochleistungssportlern bekannt wurde, kommt trotz dieser Erkenntnisse
weiterhin auf einen Jahresumsatz von rund zehn Milliarden Euro. Mit den
nun vorgestellten Untersuchungen hat das Kölner Forscherteam erneut
eine Aufsehen erregende Studie vorgelegt und damit den
Wissenschaftsstandort Köln international ins Blickfeld gerückt. Die
Editorial Base der CHMG unter der Leitung von Prof. Dr. med. Andreas
Engert befindet sich an der Klinik I für Innere Medizin der Uniklinik
Köln.
Die so genannte „Cochrane Review Gruppe für Hämato-Onkologische
Erkrankungen“ (CHMG) ist eine von insgesamt 51 Forschernetzwerken, die
nach den Regeln der renommierten Cochrane Collaboration arbeiten. Die
nun vorgestellte Studie schaffte es dabei sogar als eines von sechs
Leitthemen, beim diesjährigen Komgress behandelt zu werden. Am heutigen
Sonntag findet dazu in San Francisco zudem eine Pressekonferenz für die
internationale Fachpresse statt, wie die Kölner Uniklinik bekannt gab.
Die Editorial Base der CHMG wird durch das Bundesministerium für
Bildung und Forschung (BMBF) sowie das Förderprogramm der Medizinischen
Fakultät der Universität zu Köln "Köln Fortune" gefördert.
Mehr zum „50th ASH Annual Meeting and Exposition”, das noch bis zum kommenden Dienstag andauert, finden Sie im Internet unter: www.hematology.org/meetings/2008.

























