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22. 05. 2012
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Kölner Forscher stellen erhöhte Toderate bei Krebspatienten nach EPO-Einsatz fest


06.12.2008 23:00 von:


Das Ergebnis der Untersuchen fassen die Autoren so zusammen: EPO erhöht die Sterblichkeit bei Tumorpotienten. EPO, oder auch Erythropoetin, um durchschnittlich 17 Prozent. Die Substanz wird häufig bei so genannter Blutarmut angewendet. Auch bei Krebspatienten, die sich in einer Chemotherapie befinden, wird die Substanz verabreicht. Nun haben die Kölner Forscher zusammen mit internationalen Kolleginnen und Kollegen eine Metaanalyse durchgeführt und am gestrigen Abend zum Start des viertägigen Kongresses erstmals vorgestellt. Die Mortalität steigt mit dem Einsatz von EPO um 17 Prozent, so das Ergebnis der Untersuchungen. Insgesamt nahm sich die Forschergruppe 53 Einzeluntersuchungen mit 13.933 Patientendaten vor. Dabei handelt es sich um randomisiert kontrollierte Studien.

Schon vor drei Jahren fand das Team um den Kölner Medizinforscher heraus, dass EPO das Risiko von Thrombosen signifikant erhöht. Der Markt für EPO, das vor allem durch seinen Einsatz bei Hochleistungssportlern bekannt wurde, kommt trotz dieser Erkenntnisse weiterhin auf einen Jahresumsatz von rund zehn Milliarden Euro. Mit den nun vorgestellten Untersuchungen hat das Kölner Forscherteam erneut eine Aufsehen erregende Studie vorgelegt und damit den Wissenschaftsstandort Köln international ins Blickfeld gerückt. Die Editorial Base der CHMG unter der Leitung von Prof. Dr. med. Andreas Engert befindet sich an der Klinik I für Innere Medizin der Uniklinik Köln.

Die so genannte „Cochrane Review Gruppe für Hämato-Onkologische Erkrankungen“ (CHMG) ist eine von insgesamt 51 Forschernetzwerken, die nach den Regeln der renommierten Cochrane Collaboration arbeiten. Die nun vorgestellte Studie schaffte es dabei sogar als eines von sechs Leitthemen, beim diesjährigen Komgress behandelt zu werden. Am heutigen Sonntag findet dazu in San Francisco zudem eine Pressekonferenz für die internationale Fachpresse statt, wie die Kölner Uniklinik bekannt gab. Die Editorial Base der CHMG wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) sowie das Förderprogramm der Medizinischen Fakultät der Universität zu Köln "Köln Fortune" gefördert.

Mehr zum „50th ASH Annual Meeting and Exposition”, das noch bis zum kommenden Dienstag andauert, finden Sie im Internet unter: www.hematology.org/meetings/2008.







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