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22. 05. 2012
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Kölner Forscher widerspricht Fachartikel


21.04.2010 10:27 von:

Schlagwörter: Köln,Universität,Archäologie,Zweifel,New Scientist,Kanada,Urschrift,Unterstützun

Auslöser des jüngsten Forschrerstreit unter Urgeschichtsforschern ist eine angebliche Entdeckung zweier kandaischer Forscherinnen. Die Altsteinzeitarchäologin April Nowell sowie ihre Studentin Genevieve von Petzinger wollen die älteste Schrift der Welt entdeckt haben. Im Februar dieses Jahres hatte das Fachmagazin "New Scientist" über die Entdeckung und ihre Bedeutung für die Erforschung der Anfänge der Menschheit berichtet. Beide Forscherinnen kommen von der kanadischen University of Victoria. Dabei mussten die beiden nicht einmal ihren Heimatstandort verlassen, sie verglichen einfach nur die verschiedenen Funde aus den verschiedenen Eishöhlen. Dabei verglichen sie die dort gefundenen Schriftzeichen miteinander und stellten so die neue Theorie auf, dass es sich dabei um die älteste Schrift der Menschheit handelt.

Der Kölner Felsbildarchäologe Dr. Tilman Lenssen-Erz sieht das anders. Die Existenz dieser gezeichneten Schriften ist bereits seit über 50 Jahren bekannt. "Die Literatur zu diesem Thema füllt bereits Regale und eine komplette semiotische Interpretation der Zeichen und ihrer Verteilung wurde bereits seit den 1950er Jahren durch fachbekannte Forscher wie Andre Leroi-Gourhan ausgearbeitet", meint der Kölner Forscher. Für den Kölner Forscher spricht zudem seine jahrzehntelange Erfahrung. Während der Kölner Archäologe bereits seit zweieinhalb Jahrzehnten Forschungsergebnisse zusammenträgt, hat die kanadische Studentin gerade einmal vier Monate für ihre Recherchen benötigt.

Mit seinen Zweifeln an der Qualität der Sammlungen seiner kanadischen Kolleginnen ruft der Kölner Forscher eine scharfe Kontroverse in der Wissenschaft hervor. Ein weiteres merkwürdiges Detail: In der Sahara, einer der reichsten Felskunstregionen in der Welt, listen die beiden kanadischen Forscherinnen kaum Zeichen auf, die sie für ihre Theorie nutzen können. Auch in Skandinavien und Sibiren wollen die kanadischen Forscherinnen nichts entdeckt haben. Dabei gebe es dort reiche Quellen altsteinzeitlicher menschlicher Hinterlassenschaften. Ob eine Urschrift tatsächlich auf dem afrikanischen Kontinent durch alphabetisierte Clans ihren Siegeszug über die Welt antrat, sei daher für den Kölner Altertumsforscher eher unwahrscheinlich. Inzwischen haben sich auch andere Wissenschaftler geäußert. Nicht wenige stärken dem Kölner Forscher den Rücken. Sie werfen den vermeintlichen Entdeckerinnen "Schludrigkeit" und "Ignoranz" vor, teilte die Kölner Hochschule abschließend mit.







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