22. 05. 2012
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Kölner Kliniken an Entwicklung von Molekulardiagnostik beteiligt
Kölner Medizinforscher sind an der Entwicklung einer neuen Früherkennungsmethode maßgeblich beteiligt. Diesmal dürfen sich aber die städtischen Kliniken der Stadt Köln gGmbH mit dem Label medizinischer Spitzenforschung schmücken. Üblicherweise kommen Meldungen dieser Art eher aus der Richtung Universitätsklinik. Mithilfe der Molekulardiagnostik soll der neue xTAG(R) Gastrointestinal Pathogen Panel (GPP)-Test mit CE-Kennzeichnung für Patientenbestimmung in den Kliniken der Stadt Köln zum Einsatz kommen. Die Luminex Corporation und das Institut für Pathologie sowie das Institut für Hygiene der Kliniken der Stadt Köln haben am gestrigen Donnerstag bekannt gegeben, dass der GPP-Test von Luminex erfolgreich als Früherkennungsmethode für Patienten der Kliniken der Stadt Köln eingesetzt wird, bei denen eine E. coli-Infektion vermutet wird. Dazu zählt die Diagnose des hämolytisch-urämischen Syndroms (HUS), bei dem ein Shiga-artiges Toxin einen E. coli-Stamm produziert, der für die aktuelle Erkrankung verantwortlich ist, beschrieben die Wissenschaftler.
Das Institut für Pathologie der Kliniken der Stadt Köln hatte in der vergangenen Woche mit Luminex zusammengearbeitet, um möglichst schnell dieses neue diagnostische Testverfahren anwenden zu können. Es stellte sich dabei heraus, dass der xTAG-GPP die verantwortlichen Pathogene in Patientenproben sehr zuverlässig erkannte. Am Dienstag dieser Woche (7. Juni) um 15:00 Uhr meldete die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bereits 2745 Menschen in zwölf europäischen Ländern mit einer E. coli-Erkrankung. Seit Anfang Mai wurden 722 Fälle von HUS und 25 Sterbefälle bekannt gegeben - neunzehn Todesopfer durch HUS-Infektionen und sechs durch E. coli-Infektionen , die jedoch keine HUS-Infektionen waren. Die Mitarbeiter des Instituts für Patholgie der Kliniken der Stadt Köln nutzen den xTAG Respiratory Viral Panel (RVP) von Luminex und haben den xTAG-GPP sofort als Instrument zur Früherkennung übernommen, um der aktuellen Krankheitswelle in Deutschland entgegenzutreten, hieß es dazu aus der Kölner Klinikzentrale. Auch bei der Erkennung akuter Gastroenteritis-Pathogene besteht eine 95-prozentige Trefferquote, wie die Kölner Mediziner weiter ausführten.
"Im letzten Monat vor der Zulassung für xTAG-GPP stand uns kein Test zur Verfügung, mit dem wir so umfangreich die ursächlichen Pathogene der ansteckenden Gastroenteritis feststellen konnten", erläuterte Privatdozentin Dr. Frauke Mattner vom Institut für Pathologie und Institut für Hygiene der Kliniken der Stadt. "Die Möglichkeiten, die der xTAG-GPP bei der Feststellung von E. coli und auch des Stx-2-Gens, einem der wichtigsten Faktoren dieses gefährlicheren STEC-Stamms, bietet, machen eine rasche Identifizierung der Patienten möglich, die an einer durch diesen Stamm ausgelösten Krankheit leiden könnten. Diese innovative Technologie stellt einen bedeutenden Fortschritt und ein unschätzbar wichtiges Instrument in der aktuellen Krise dar", so die Kölner Medizinerin weiter. "Wir freuen uns und sind stolz darauf, dass unser neuer innovativer Test, der xTAG-GPP, den Gesundheitsexperten in Deutschland dabei hilft, möglichst schnell die Patienten ausfindig zu machen, die mit diesem Pathogen infiziert sind und ihnen bei der Bewältigung der Krise behilflich zu sein", erklärte Patrick J. Balthrop, Präsident und CEO von Luminex.
Der xTAG-GPP von Luminex erkennt simultan fünfzehn der gängigsten krankheitserregenden gastrointestinalen Pathogene wie Viren, Bakterien und Parasiten, darunter E. coli, Campylobacter, Salmonellen und C. difficile innerhalb von fünf Stunden. xTAG-GPP hat im Mai 2011 die CE-Zulassung der europäischen Regulierungsbehörden erhalten und wird jetzt als ein wichtiges Hilfsinstrument zur Patientenbestimmung bei der aktuellen Krankheitswelle verwendet. Der Kölner Kliniken-Tochter gehören drei Krankenhäuser an. Neben den städtischen Kliniken in Merheim und Holweide betreibt die stadteigene Tochtergesellschaft auch das Kinderkrankenhaus Amsterdamer Straße. Mit mehr als 1500 Betten ist dieses Krankenhaus-Netzwerk der größte Anbieter für stationäre Behandlung in Köln. Die Kliniken beschäftigen rund 4000 Mitarbeiter und behandeln pro Jahr rund 60.000 Patienten stationär, die Zahl der ambulanten Behandlungen liegt doppelt so hoch.
Weitere Informationen zu Luminex und xTAG-GPP finden Sie auf: www.luminexcorp.com.

























