22. 05. 2012
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Kölner Medizinforscher erstellen Studie zu Borreliose
Die Kölner Universitätsklinik wird sich an einer neuen multizentrischen Studie zur Erforschung neuer innovativer Behandlungsmethoden gegen Borreliose beteiligen. Wie die Verantwortlichen der Landeseinrichtung am heutigen Montag bestätigten, nimmt die Klinik I der Uniklinik an der Studie teil. Mit einem Gel sollen Patienten zukünftig sofort nach dem Biss einer Zecke behandelt werden. So hoffen die Wissenschaftler einen Weg gefunden zu haben, wie die gefährliche, bakterielle Erkrankung bekämpft werden kann, bevor die Symptome auftreten. "Die Innovation besteht darin, dass jetzt nicht gewartet wird, ob ein Patient Symptome einer Erkrankung, wie beispielsweise die Wanderröte zeigt, sondern dass direkt nach dem Zeckenstich das zu prüfende Gel auf die betroffene Stichstelle aufgetragen wird", erläuterte Prof. Dr. Gerd Fätkenheuer, Leiter der Infektiologie an der Uniklinik Köln, den Inhalt.
Das eingesetzte Medikament ist ein antibiotikahaltiges Gel, das auf den Zeckenbiss aufgetragen wird. Es soll zwei bis drei Mal täglich auf die Bissstelle aufgetragen werden. An der klinischen Studie nehmen Patienten im Alter zwischen 18 und 80 Jahren teil. Wichtigste Voraussetzung zur Teilnahme an der Studie ist, dass die Probanden entweder gerade erst von einer Zecke gebissen wurden oder wo der Kopf des Insekts noch in der Haut des Probanden steckt. Borreliose zeichnet sich durch ein vielschichtiges Krankheitsbild aus. Nicht selten treten Symptome erst Wochen oder gar Monate nach der Infektion auf. Derzeit gibt es für die sofortige Behandlung von Opfern solcher Zeckenbisse keine zugelassene Therapie. Die Lücke wolle man mit der klinischen Studie schließen helfen.
Für Interessierte und Betroffene haben die Verantwortlichen eine Projektseite ins Internet gestellt. Weitere Informationen dazu finden sie im Internet unter: www.zeckenstudie.com.

























