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22. 05. 2012
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Kölner Software-Spezialist hilft bei Rettung ausgelagerter Daten


29.07.2011 00:30 von:

Schlagwörter: Köln,SQS,Cloud Computing,2011,Juli,Worst-Case-Szenario,Outsourcing,Risiko

Derzeit scheint die Auslagerung der eigenen Informationsspeicher auf Drittanbieter, die über ihre Rechenzentren virtuelle Speicher anbieten und so die Kosten für die eigene Informationsarchitektur, der Dauerrenner zu werden. Doch dieser Trend könnte schon sehr bald zu ernsthaften Problemen führen. Welche das sein könnten, will die Europäische Union (EU) nun mit einem europäischen Forschungsprojekt ermitteln. Auch die börsennotierte SQS Software Quality Systems AG ist an diesem mit acht Millionen Euro an Fördermitteln ausgestattete Forschungsprojekt mit Namen Digital Preservation for Timeless Business Processes and Services, oder kurz Timbus genannt.

Hintergrund der Studie ist der Trend zur zunehmenden Auslagerung von Geschäftsprozessen, die nicht unmittelbar zum Kerngeschäft gehören. Gerade in Sachen IT aber könnte das zu einem ernsthaften Problem werden. "Cloud Computing" lautet der wohlklingende Name für ein Phänomen, das unter dem Begriff "Outcourcing" schon längere Zeit bekannt ist. Dabei werden Daten und ganze IT-Prozesse in die virtuellen Speicherkapazitäten der Anbieter geschoben. Hier kümmert man sich um die Verfügbarkeit von Daten und Anwendungs-Software, der Cloud-Kunde kann die Kosten für seine IT neu kalkulieren und in der Regel durch diese Form der Auslagerung viel Geld sparen. Doch Experten sehen mittelfristig Probleme. "Fraglich ist jedoch, ob alle Daten noch in der Zukunft existent und zugreifbar sein werden und wie sich diese daher heute vollständig archivieren lassen - gerade vor dem Hintergrund, dass sich zahlreiche Cloud-Anbieter wieder auflösen werden", merkte Dr. Frank Simon, Leiter von SQS Research, kritisch an.

Ernsthafte Marktstudien sagen ein Anbietersterben voraus. Die derzeitige Vielzahl der Cloud-Anbieter wird sich schon bald auf einige, wenige reduzieren. Eine Marktprognose der Taneja-Gruppe geht davon aus, dass mehr als zwei Drittel der heutigen Anbieter über kurz oder lang wieder aus dem Markt verabschieden werden. Dabei spielt der Erhalt der "businesskritischen Information" für die betroffenen Unternehmen eine zentrale Rolle. Während der Studie selbst wird das an drei kritischen Beispielen ausprobiert. Gegenstand des Forschungsprojekts sind ein entsprechendes Vorgehensmodell zur Modellierung aller businesskritischen Daten, ein Konzept zur Umsetzung der Archivierung sowie Ideen für das Wiedereinspielen archivierter Daten in den eigenen Systemen. SQS, Testdienstleister für Software-Produkte und –anwendungen, bietet im Rahmen des Forschungsverbundes sein eigenes digitales Archivierungskonzept sowie langjährige Erfahrungen beim ganzheitlichen Qualitätsmanagement.

Das Projekt startete am 1. April dieses Jahres. Die ersten Ergebnisse werden bis Ende dieses Jahres erwartet. Konsortialpartner sind Caixa Magica Software, Digital Preservation Coalition, INESC - ID, iPharro Media, Intel, Karlsruhe Institute for Technology, Laboratório de Instrumentação e Física Experimental de Partículas, Laboratório Nacional de Engenharia Civil, Münster University, SAP, Secure Business Austria und der Kölner Dienstleister SQS.

Weitere Informationen zum EU-Projekt finden sie auch im Internet unter: www.timbusproject.de.







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