22. 05. 2012
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Kölner Sporthochschule erhält DFG-Fördergelder
Die Abteilung molekulare und zelluläre Sportmedizin der Deutschen Sporthochschule (DSHS) in Köln ist Mitglied eines interdisziplinären Forscherteams, dass der Wirkungsweise eines Nahrungsergänzungsmittels auf die Spur kommen will. Wie die Kölner Hochschule am gestrigen Dienstag mitteilte, erhalten die beteiligten Projektpartner für ihre Studien und Untersuchungen über einen Zeitraum von drei Jahren Fördergelder in Höhe von 1,2 Millionen Euro aus dem Etat der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Konkret geht es um die Wirkungsweise von Soja-Isoflavonen auf den menschlichen Organismus. Zwar werden diese Substanzen als Nahrungsergänzungsmittel hoch gelobt und vielfach empfohlen. Wie aber genau die Wirkung auf den menschlichen Stoffwechsel ist und ob es überhaupt einen erkennbar positiven Effekt gibt, ist weiterhin nicht wirklich klar. Das soll sich nun mit DFG-Unterstützung ändern.
Die Kölner Sportmedizinforscher sind dabei Teil eines interdisziplinären Teams. Neben der Kölner Hochschule sind auch die Technische Universität Darmstadt (TU Darmstadt – Prof. Günter Vollmer), die Universität Würzburg (Prof. Leane Lehmann), das Deutsche Krebsforschungszentrum Heidelberg (Dr. Clarissa Gerhäuser und Prof. Christoph Plass) sowie das Max Rubner-Institut in Karlsruhe (Prof. Sabine Kulling zusammen mit Dr. Achim Bub und Prof. Bernhard Watzl) an dem Projekt beteiligt. Die Wissenschaftler wollen dabei auf den vorangegangenen Untersuchungen aufsetzen und die ungeklärten Fragen vertiefen. Dazu haben sich die Projektbeteiligten auf vier aufeinander folgende Forschungsvorhaben verständigt. Die Frage nach Alter und Lebensgewohnheiten der Konsumenten werden dabei ebenso untersucht wie die möglichen Wechselwirkungen mit anderen Körpereigenen Stoffen wie beispielsweise Östrogenen sowie der Einfluss auf die eigene Erbsubstanz. Auch die Übertragbarkeit von Forschungsergebnissen aus Experimenten mit Tieren sollen in der Studie kritisch hinterfragt werden. So hoffen die Beteiligten, noch bestehende Wissenslücken zu schließen, hieß es dazu weiter.
Hohes Interesse an den Ergebnisse des Forschungsverbunds hat vor allem die Senatskommission zur gesundheitlichen Beurteilung von Lebensmitteln (SKLM) innerhalb der DFG. Sie wird die Forschungsergebnisse nach Abschluss des Projekts in ihre eigenen Beratungsangebote einbeziehen, so die Zusage. Leiter der Kölner Arbeitsgruppe ist Prof. Patrick Diel von der Abteilung molekulare und zelluläre Sportmedizin an der Sporthochschule.

























