22. 05. 2012
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Kölner Uniklinik mit neuer Frühreha
Die Kölner Uniklinik hat ihr Betreuungsangebot ausgebaut. Seit dem gestrigen Mittwoch gibt es an der Landesklinik eine Station, die Patienten der Klinik den Übergang von Krankenhausaufenthalt und der Rehabilitationsklinik erleichtern soll. Die neue Station hört auf den Namen "Neurologisch-neurochirurgische Frühreha" und besitzt eine Kapazität von zwölf Betten. Leiter der Station ist Prof. Gereon Finkl von der Klinik für Neurologie. Vor allem Schlaganfallpatienten sollen von der neuen Einrichtung profitieren, hieß es dazu weiter. Die plötzliche Unterversorgung mit Blut und die dadurch bedingte Schädigung des menschlichen Gehirn müsse vom ersten Tag an bekämpft werden. Die beginnt direkt am Bett, zum Beispiel mit der Einübung von Schluckbewegungen und der Bekämpfung der Lähmungssymptome. Neben den Neurochirurgen und Fachärzte der Klinik stehen dafür auch Ergo- und Physiotherapeuten bereit. Das interdisziplinär ausgebildete Team der neuen Station soll dabei ein Höchstmaß an Kompetenz in die Behandlungen der Patienten sicher helfen, teilte die Klinikleitung weiter mit.
Durch den frühzeitigen Einsatz von Frühreha-Maßnahmen soll die Mobilität schneller erreicht und so das Wiedererlangen der Aktivitäten des täglichen Lebens früher als bislang möglich zurückerlangt werden. Zugleich soll die Tendenz zu Depressionen, die bei diesen Patienten auftreten kann, vermindert werden. Neu an der Einrichtung der Frühreha-Station ist die strenge wissenschaftliche Begleitung der Behandlungen, die in Nordrhein-Westfalen ihresgleichen sucht. Neben Verhaltenstraining sollen auch neue neuropharmakologische Therapieansätze zur Anwendung kommen, um den Schlaganfallpatienten nach ihrer Erkrankung ein normales Leben zu ermöglichen. Ein weiterer Baustein in der Nachbehandlung sind innovative Methoden wie zum Beispiel die transkranielle Magnetsimulation. Invasive Magnetfelder sollen dabei zerstörte Hirnbereiche reaktivieren und dadurch die gestörten Hirnfunktionen wiederherstellen. Unterstützt werden die behandelnden Spezialisten in Köln durch Forscher des Max-Planck-Instituts für neurologische Forschung und des Forschungszentrums Jülich.

























