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22. 05. 2012
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Kölner Uniklinik wird nationales Referenzzentrum


15.06.2009 07:53 von:

Schlagwörter: Köln,Uniklinik,Referenzzentrum,Virologie,Institut,Ernennung,Bundesgesundheitsmin

Die Kölner Uniklinik ist nicht nur eine der größten Klinikbetriebe in Deutschland. Sie ist auch Zentrum hervorragender Forschung. Dies verdeutlicht die Entscheidung des Bundesministeriums für Gesundheit, das Institut für Virologie an der Universität zu Köln zu einem nationalen Referenzzentrum für die Erforschung krebserzeugender Viren zu ernennen. Das Robert-Koch-Institut (RKI) hatte die Arbeit der Kölner Virenforscher untersucht und eine entsprechende Empfehlung abgegeben, der das Berliner Ministerium nun folgte. Besonders auf die Erforschung so genannter humaner Papillomviren (HPV) haben sich die Kölner Forscher spezialisiert. Die Krankheitserreger stehen im Verdacht, Gebärmutterhalbkrebs (Zervixkarzinom) zu verursachen.

Pfister und seine Stellvertreterin Prof. Dr. Ulrike Wieland forschen bereits seit Jahren an HP-Viren. Prof. Pfister ist Mitglied des HPV-Management-Forums innerhalb der Paul-Ehrlich-Gesellschaft und arbeitete bei der Leitlinie zur Impfprävention HPV-assoziierter Krebsarten mit. "Mit der Entwicklung von Impfungen gegen HP-Viren lassen sich bestimmte Krebsvorstufen, die zu einem Gebärmutterhalskrebs führen, mittlerweile erfolgreich verhindern", so der Leiter des Kölner Instituts. Auch bei den so genannten Polyomaviren gibt es bereits zahlreiche Forschungsergebnisse, die am Kölner Institut entstanden sind. Zwar sind diese Virenstämme eher nur der interessierten Fachöffentlichkeit bekannt. Bei gesunden Menschen führen diese Viren nicht zu körperlichen Beschwerden. Die Forscher ermittelten in ihren Untersuchungen, dass mehr als die Hälfte der Erwachsenen Antikörper gegen diese Viren in sich tragen. Bedrohlich werden die Viren erst bei Menschen, deren Immunsystem geschwächt ist. So kann das Virus bei HIV-Patienten eine Gehirnerkrankung auslösen, die innerhalb von Monaten zum Tode führen kann. Mit der Ernennung zum nationalen Referenzzentrum soll die Forschung an HPV-Infektionen fortgesetzt und zugleich neue Impfstrategien entwickelt werden, hieß es dazu abschließend. Seit 1995 gibt es Referenzzentren, die jeweils vom Bundesgesundheitsministerium ernannt werden.







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