22. 05. 2012
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Mehr Sicherheitsabstand hilft, Unfälle zu vermeiden
Eine intensivere Kontrolle des vorgeschriebenen Sicherheitsabstands ist nach Meinung der deutschen Autofahrer am besten geeignet, die Zahl der Unfälle im Straßenverkehr zu reduzieren. Das hat eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts TNS Emnid im Auftrag der Kölner Axa-Versicherung ergeben. Insgesamt krachte es in Deutschland im vergangenen Jahr rund 2,4 Millionen Mal, wie ein Blick in die amtliche Polizeistatistik verrät. Nur zwei Prozent der Befragten hielten demzufolge die deutschen Straßen für sicher. Seit dem Jahr 2008 stieg die Zahl der Unfälle damit wieder an, wenn auch nur leicht. Bei der Frage nach den möglichen Maßnahmen, wie dieser Trend wieder umzukehren sei, sprach sich eine überwältigende Mehrheit von 89 Prozent der Befragten dafür aus, auf den Autobahnen stärker als bislang auf die Einhaltung des Sicherheitsabstands zu achten. Immerhin sind fast drei Viertel (74 Prozent) der Befragten dafür, den erlaubten Alkoholgehalt im Blut von derzeit 0,5 auf Null Promille herunterzusetzen. 71 Prozent sprachen sich dafür aus, Fahranfängern eine Phase mit begleitetem Fahren aufzuerlegen, so ein weiteres Ergebnis der Umfrage.
Aber auch andere Verstöße im Straßenverkehr werden in Deutschland vergleichsweise milde bestraft. So kostet es beispielsweise lediglich 40 Euro, wenn man beim Handytelefonieren während der Fahrt erwischt wird. Für das gleiche Vergehen werden in Italien bis zu 600 Euro fällig. Immerhin 64 Prozent befürworten hier eine höhere Geldbuße. Vor allem die älteren Befragten ab 60 sprechen sich hier für eine Erhöhung der Strafe im Bußgeldkatalog aus. Bei den Jüngeren zeigte sich dabei eher ein gespaltenes Bild, bei den unter 30-Jährigen befürworteten gerade mal die Hälfte eine solche Strafverschärfung. Eine ähnliche Tendenz zeigte sich auch in der Frage nach einem generellen Tempolimit auf Deutschlands Autobahnen. Während unter den Jüngeren lediglich 19 Prozent eine solche Maßnahme gutheißen, waren es unter den Älteren bereits 52 Prozent. Insgesamt befürworteten 41 Prozent eine solche Maßnahme im Autoland Deutschland.
Die Umfrage wurde an drei Tagen Ende August dieses Jahres durchgeführt. An der Umfrag nahmen insgesamt 1024 Personen teil, die zuvor in einer repräsentativen Stichprobe ermittelt wurden. Das Mindestalter der Befragten lag bei 18 Jahren.

























