22. 05. 2012
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Mobil Deutschland startet Verkehrsumfrage
Seit dieser Woche läuft die bundesweite Umfrage des Vereins Mobil in Deutschland e.V.. Die Initiatoren der Umfrage wollen sich damit einen Eindruck vom Stimmungsbild der Deutschen in Sachen Mobilität und Verkehrspolitik verschaffen. Gerade die Verkehrspolitik ist in städtischen Ballungsräumen ein akutes Streitfeld zwischen den verschiedenen Parteien. Aufmerksame Beobachter können auch in Köln spästestens seit den zurückliegenden Kommunalwahlen eine deutliche Veränderung der Prioritäten wahrnehmen. Dabei wissen Kenner der Materie seit längerer Zeit, dass im Zuge des demografischen Wandels der Verkehr in Großstädten langsamer werden muss. In Köln macht sich das unter anderem durch die sukzessive Einführung von Tempo-30-Zonen in Wohngebieten bemerkbar. Die noch in den 80er und 90er Jahren propagierte "autogerechte Stadt" ist hingegen in Köln derzeit kaum noch mehrheitsfähig, zumindest nicht in den politischen Gremien der Stadt.
Mit der bundesweiten Umfrage wollen die Vereinsverantwortlichen nun ermitteln, ob die veränderte Perspektive tatsächlich sich in den Meinungen der Endnutzer niederschlägt. Der Verein deutete in seiner Ankündigung allerdings an, dass sie eine solche Politik der Verlangsamung aufgrund der hohen Anforderungen an Mobilität eher für abträglich halten. Weitere Themen der Umfrage beziehen sich auf das Maß an Interessenvertretung, Mobilität als Grundrecht sowie die geplante und heftig diskutierte Autobahnmaut in Deutschland. Tempolimit, Lkw-Überholverbote, winterreifenpflicht und schließlich auch die nicht minder hitzig diskutierten Umweltzonen sind weitere Punkte, die der Verein abfragen will.
Wer will, kann sich auch über das Internet an der Umfrag beteiligen. Der Verein will über die Ergebnisse der Umfrage laufend bericht, sobald sich mehr als 2000 Menschen an der Studie beteiligt haben. Die Ergebnisse sollen anschließend an Bundeskanzlerin Angela Merkel sowie an Verkehrsminister Peter Ramsauer übermittelt werden. Weitere Informationen zur Umfrage finden Sie auch im Internet unter: www.mobil.org.

























