22. 05. 2012
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Münster: Stammzellenforschung wird vom Land gefördert
Die Erforschung von Stammzellen ist ein heikles Thema. Für die Verfechter christlicher Werte ist es das Experimentieren am Kern der menschlichen Existenz, für die anderen ist es die Chance auf neue Therapiemöglichkeiten bei bisher unheilbaren Krankheiten. Auch wenn in Deutschland die embryonale Stammzellenforschung von den politisch Verantwortlichen verboten wird, ist der Forschungszweig keineswegs abgeschrieben. Das Gegenteil ist der Fall, wie nun die nordrhein-westfälische Landesregierung deutlich macht. 7,6 Millionen Euro sollen in den kommenden fünf Jahren an so genannte Nachwuchsforschergruppen der Max-Planck-Gesellschaft in Münster vergeben werden. Das gab das nordrhein-westfälische Innovationsministerium in Düsseldorf bekannt. Die Forschungszuschüsse wollen sich Landesregierung und die MPG teilen, hieß es dazu weiter. Der Ausschuss der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) hatte am gleichen Tag einen entsprechenden Beschluss verabschiedet und damit die Freigabe der Mittel durchgesetzt.
Die Gelder sollen den Nachwuchsforschern eine Grundlage für die weiteren Arbeiten an ihren Forschungsvorhaben bieten. Mit dem Geld erhalten vier junge Spitzenwissenschaftler die Chance, eine eigene Nachwuchsgruppe am Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin aufzubauen. Einer Nachwuchsgruppe gehören im Schnitt sechs bis acht Wissenschaftler an. Jede Nachwuchsgruppe verfügt in den nächsten fünf Jahren über ein eigenes Budget in Höhe von 1,9 Millionen Euro. Bereits im Frühjahr 2010 sollen die Forscherteams mit ihrer Arbeit in Münster beginnen. "Die Stammzellforscher in Münster gehören weltweit zu den Besten ihres Fachs. Die Nachwuchsgruppen tragen dazu bei, dass Nordrhein-Westfalen seine führende Rolle in diesem wichtigen Forschungsfeld ausbauen kann." Die Einrichtung der Nachwuchsgruppen gehört zu einem von Land und Max-Planck-Gesellschaft im Frühjahr verabredeten Paket zum Ausbau der Stammzellforschung in Münster. In dessen Mittelpunkt steht die Weiterentwicklung der Forschung für therapeutische Ziele und die Entwicklung neuartiger Testsysteme zur Medikamentenverträglichkeit, teilte das Ministerium abschließend mit.

























