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22. 05. 2012
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Neue Studie: Die Hälfte aller jungen Männer ist zu dick


19.11.2008 23:00 von:


Rund 50 Prozent der 12.500 Teilnehmer einer Querschnittsstudie seien demnach zu dick. Insbesondere nach dem 20. Lebensjahr scheint sich durch Bewegungsarmut und falsche Ernährungsgewohnheiten das Problem mit dem Hüft- und Bauspeck zu verschärfen. Dabei sind die Deutschen keineswegs alleine. Experten schätzen, dass 60 Prozent der Weltbevölkerung sich weniger als 30 Minuten sportlich bewegen, gleichzeitig steigt der durchschnittliche Kalorienverbrauch. Die Folge: Die Menschen werden immer dicker. In Deutschland als einer der wohlhabendsten Volkswirtschaften ist das Problem inzwischen zu einem Massenphänomen geworden. Zwei Drittel aller Männer und die Hälfte aller Frauen gelten als übergewichtig. Und eine Besserung ist nicht in Sicht, wie die aktuelle Studie beweist.

Fit für’s Leben?

Der Name der Studie ist dabei mit Bedacht gewählt. 12.835 Personen im Alter zwischen 16 und 25 Jahren wurden von einem Team unter Leitung von Prof. Dieter Leyk untersucht. Neben einer schriftlichen Befragung und der Erfassung der Körpermaße wurden auch physische Leistungstests zu Kraft, Schnelligkeit und Ausdauer durchgeführt. Das Ergebnis der Studie ist vor allem für das männliche Geschlecht niederschmetternd. Rund die Hälfte der jungen Männer ist übergewichtig, 60 Prozent greifen regelmäßig zum Glimmstengel, ein Drittel gilt als „sportabstinent“. Zwar sind noch weniger Frauen dieser Altersgruppe sportlich aktiv, doch bewegt sich der Anteil der übergewichtigen jungen Frauen bei lediglich 25 Prozent. Nur ein Viertel aller Untersuchungsteilnehmer weisen keinerlei kardiovaskuläre Risikofaktoren auf. Bei der Untersuchung stellten die Wissenschaftler zudem fest, dass das Risiko von Übergewicht unter Abiturienten deutlich niedriger liegt als bei Realschulabsolventen. Bei Hauptschülern treten kardiovaskuläre Risikofaktoren sogar fünf Mal häufiger auf als bei Abiturienten.

Die Initiatoren der Studie forderten eine Verstärkung der Präventionsmaßnahmen. Durch frühere Vorbeugung und Aufklärung sollen die jungen Menschen wieder mehr auf ihren Körper achten. Die Wahrscheinlichkeit, bereits in relativ jungen Jahren eine schwere kardiovaskuläre Erkrankung zu erleiden, ist um so höher, je mehr Risikofaktoren zutreffen. „Die Auswirkungen dieses überwiegend passiven und ungesunden Lebensstils können nur durch gezielte, möglichst früh einsetzende, institutionsübergreifende Präventionskampagnen aufgefangen werden, bei denen Schulen, Vereine, Gesundheitskassen, Betriebe und die Politik zusammenarbeiten“, so die Schlussfolgerung der Verantwortlichen. Auch volkswirtschaftlich ist Geld für eine Präventionskampagne ein gutes Investment. Schließlich muss die Gesellschaft über die Gesetzlichen Krankenkassen einen Großteil der Folgekosten durch Behandlung, Operationen und Krankenhausaufenthalte schultern.







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