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22. 05. 2012
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Neue Studie sieht gute Jobaussichten für Studierte


21.10.2008 22:00 von:


In dieser Woche kam dann noch eine angeblich unter Verschluss gehaltene Studie zu den Studiengebühren in den öffentlichen Fokus. In beiden Fällen, so unterschiedlich sie im Detail auch sein mögen, gibt es eine Gemeinsamkeit. Sie räumen für die Zukunft ein, dass ein Hochschulstudium in der Zukunft sehr wohl überlegt sein muss, nicht nur aus rein finanziellen Abwägungen, schließlich müssen auch die Betriebe in Deutschland ihren eigenen Nachwuchs durch die betriebsinterne Ausbildung sichern, hier gebe es gerade bei den Engagierten sicher eine Konkurrenzsituation, wie die Kölner Verantwortlichen in der vergangenen Woche einräumten. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Nürnberger Bundesanstalt für Arbeit hat am heutigen Mittwoch genau zu diesem Thema eine weitere Studie veröffentlicht, die allerdings den Sinn eines Hochschulstudiums betont. Studieren lohnt sich, so die frohe Kunde aus Nürnberg, die ab sofort online zur Verfügung steht.

Studium lohnt sich mehr als bisher


Die derzeitigen demografische Entwicklung wird in den kommenden Jahren immer mehr zu einem Problem, wissen nicht nur die Nürnberger Arbeitsmarktforscher. Gerade in den technischen Berufen dürfte es in Zukunft noch schwerer werden, geeigneten Nachwuchs, auch akademischen, zu finden. Allerdings bezeichneten die Nürnberger Forscher das derzeitige Trommeln der Industrie wegen des drohenden Fachkräftemangels als übertrieben an. „Noch besteht kein genereller Ingenieurmangel“, so die Einschätzung der Experten. Aber gerade in diesem Bereich gab es in den vergangenen zwei Jahren einen zunehmenden Engpass. Im Gegensatz zu anderen Branchen und Berufsfeldern überstieg hier die Nachfrage nach Fachpersonal das vorhandene Angebot. Und der Trend zu einer höherwertigen akademischen Ausbildung hält auch weiterhin an, zumal eine solche Qualifizierung auch im hohen Alter noch dazu führen kann, dass die Betroffenen einen guten Job finden, hieß es dazu weiter. Es gebe allerdings deutliche Unterschiede in den einzelnen Studienfächern. Hier liegt unter anderem auch eine Chance für Geistes- und Sozialwissenschafter.

Neue Bildungsexpansion notwendig


Um dem drohenden Akademikermangel entgegenzuwirken, sei ein ganzes Bündel an Maßnahmen erforderlich, fordern die vier Autoren der Studie. Zentral sei dabei eine neue „Bildungsexpansion“. Allein um den Ersatzbedarf für die in den nächsten Jahren aus dem Erwerbsleben ausscheidenden älteren Arbeitnehmer zu befriedigen, müsse der Anteil der Studienanfänger eines jeden Jahrgangs auf mindestens 40 Prozent steigen (2006: 36 Prozent). "Das Potenzial an studierfähigen Menschen ist größer als derzeit erschlossen. Gerade Kinder mit Migrationshintergrund und aus bildungsschwachen Elternhäusern müssen früh gefördert werden", fordern die Arbeitsmarktexperten und schließen sich hier übrigens auch der Meinung der Industrie- und Handelskammern und der Arbeitsagentur an. Nicht erst seit gestern ist darüber hinaus bekannt, dass der Hochschulzugang in Deutschland durch eine sehr hohe soziale Ungleichheit gekennzeichnet ist. "Von 100 Kindern aus Akademikerfamilien studieren 83, von 100 Kindern aus Familien ohne akademische Tradition aber nur 23", zitiert die Studie Ergebnisse der Bildungsforschung. Neben der Erhöhung der Akademikerquote sind aber auch andere Maßnahmen erforderlich, um den drohenden Engpass für die Unternehmen schon jetzt aufzufangen

Derzeit noch kein genereller Ingenieurmangel

Wie bereits erwähnt, sehen die Autoren der Studie keinen Grund zur Panikmache. Die Berufsgruppe der Ingenieure sei zwar in den vergangenen Monaten immer wieder in den Blickpunkt der Betrachtung gerückt, erst im Sommer sprach das Institut der Deutschen Wirtschaft von 85.000 Stellen, die in Deutschland nicht besetzt werden können. Engpässe räumt auch das IAB ein, doch trotzdem besteht derzeit aus Sicht des IAB noch kein flächendeckender Ingenieurmangel. Im Jahr 2007 konnten die offenen Stellen im Ingenieurbereich sogar wieder schneller besetzt werden als in den beiden Vorjahren. Noch stärker verkürzte sich die Zeit, in der eine offene Stelle unbesetzt blieb, obwohl sie schon hätte besetzt sein sollen. Sie sank deutlich von 64 Tagen in 2006 auf 36 Tage in 2007, da die Betriebe 2007 auch wieder mehr Zeit für die Personalsuche als im Vorjahr einplanten.

Die IAB-Studie finden Sie auch direkt im Internet unter: doku.iab.de/kurzber/2008/kb1808.pdf.







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