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22. 05. 2012
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Privatinsolvenzen älterer Frauen steigen überproportional an


18.02.2012 08:15 von:(red)

Schlagwörter: Wirtschaftsauskunft,Bürgel,Privatinsolvenz,Senioren

Die Zahl älterer Menschen, die Privatinsolvenz anmelden müssen, ist im vergangenen Jahr deutlich angestiegen. NRW schneidet hier nicht so gut ab. Symbolbild: www.pixelio.de/Andreas Morlok

Die Hamburger Wirtschaftsauskunftsdatei Bürgel hat in einer Bestandsaufnahme die Situation älterer Menschen ab 60 Jahren Lebensalter unter die Lupe genommen. Das Ergebnis dieser Analyse erscheint erschreckend. Vor allem ältere Frauen sind von Altersarmut und einer Privatinsolvenz besonders betroffen. Insgesamt stieg die Zahl der Privatinsolvenen in der Altersgruppe der über 60-Jährigen im Jahr 2011 gegenüber dem Vorjahr mit 10.173 Privatpleiten um 6,7 Prozent an. Während männliche Senioren mit 6048 Privatinsolvenzen gerade mal einen Zuwachs von 3,3 Prozent betroffen waren, erhöhte sich die Zahl der Privatinsolvenzen bei Seniorinnen mit 4125 Insolvenzen um 12,3 Prozent an. Der Anteil weiblicher Privatinsolvenzen stieg damit innerhalb der Gruppe der Senioren auf etwas mehr als 40 Prozent (40,5 Prozent) an.

Ranking der Bundesländer – große regionale Unterschiede

Im Vergleich der einzelnen Bundesländer belegt der Stadtstaat Bremen den unrühmlichen ersten Platz. Hier stieg die Zahl der Privatinsolvenzen um rund ein Fünftel an. Auf den weiteren Plätzen folgen Hessen (+ 19,4 Prozent), Nordrhein-Westfalen (+ 17,6 Prozent), Thüringen (+ 16,1 Prozent) und Rheinland-Pfalz (+ 13,9 Prozent). Allerdings gab es auch Bundesländer, in denen die Zahl der Anträge auf Zahlungsunfähigkeit Älterer zurückging. Den stärksten Rückgang verzeichnete dabei Schleswig-Holstein mit 9,7 Prozent. Insgesamt verzeichneten fünf Bundesländern einen Rückgang. Die Gründe für diese besonders drastische Form der Altersarmut sind dabei häufig die gleichen. Gerade bei den Frauen sind viele der Betroffenen geringfügig oder befristet beschäftigt oder arbeiten in Teilzeit. Neben dem weiter sinkenden Rentenniveau tragen auch Arbeitslosigkeit und Niedriglöhne dazu bei, dass immer mehr Menschen im Alter von Armut bedroht sind, so die Interpretation der Insolvenzexperten.







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