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22. 05. 2012
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Schweinegrippe-Schnelltest ungeeignet?


21.09.2009 11:06 von:

Schlagwörter: Bonn,Universität,Schnelltest,Schweinegrippe,Eignung,2009,Auswirkung

Virologen der Universität Bonn haben in einer Studie festgestellt, dass der derzeit verwendete Antigen-Schnelltest zur Erkennung der als Schweinegrippe bekannten neuen Grippeerkrankung offenbar wenig geeignet ist. Die Forscher stützen ihre Behauptung auf einer Studie mit 144 Patienten, die nachweislich mit dem neuen Virus infiziert waren. Lediglich in 16 Fällen zeigte auch der Schnelltest entsprechende Ergebnisse an. Das entspricht einer äußerst dürftigen Quote von lediglich elf Prozent. Deutlich besser schnitten dagegen die so genannten PCR-Tests ab. Die sind zwar fünf Mal so teuer wie der Antigen-Schnelltest, wiesen aber im Vergleich dazu eine Erkennungsquote von nahezu 100 Prozent auf, wie die Bonner Forscher nun in der Fachzeitschrift Emerging Infectious Diseases veröffentlichten.

Zwar liegen die Vorteile des Antigen-Schnelltests auf der Hand. Das Verfahren ist relativ unkompliziert und sogar für den Selbsttest geeignet. Ein Nasen- oder Rachenabstrich reicht, um den mitgelieferten Teststreifen zu einer Reaktion zu veranlassen. Allerdings scheint dieses Verfahren bei dem neuen Virus nicht richtig zu funktionieren. Eine mögliche Erklärung für diese geringe Quote könnte sein, dass die Proteine des neuen Influenza-Virus sich zu stark von denen der bekannten Viren unterscheiden. Es könnte aber daran liegen, dass Patienten mit "Neuer Grippe" vergleichsweise wenige Viren ausscheiden. Die Antigen-Methode sei insgesamt wohl einfach nicht sensitiv genug. Weitaus sicherer seien dagegen so genannte PCR-Tests. Dabei werden keine Virusproteine untersucht, sondern Erbgutfragmente, die für den neuen Erreger spezifisch sind. Die Sensitivität dieses Verfahrens liegt praktisch bei 100 Prozent; die Ergebnisse liegen bereits nach sechs Stunden vor. Allerdings ist die PCR-Methode etwa 5-mal teurer als ein Antigen-Schnelltest. Die Studie hat möglicherweise Konsequenzen für die Erkennung der neuen Krankheit. Noch vor wenigen Wochen wurde der Schnelltest für viele Ärzte zur Pflicht, um die weitere Ausbreitung der Krankheit und das zweifelsfreie Erkennen der neuen Influenza sicherzustellen. Mit dem Ergebnis der Bonner Forscher dürfte die günstige Variante allerdings vorerst vom Tisch sein.







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