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22. 05. 2012
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Studie: 40 Milliarden Euro für aufgeblähte Gesundheitsverwaltung


06.01.2012 17:30 von:(red)

Schlagwörter: Studie,Gesundheitswirtschaft,Verwaltung,Kosten,Bürokratie,Effizienz,A.T.Kearney

Das deutsche Gesundheitssystem ist ineffizient und hochbürokratisiert. So lautet das Urteil vieler Studien und Analysen, die bereits existieren. Nun hat die Unternehmensberatung A.T. Kearney eine weitere Untersuchung durchgeführt, diesmal zu den Verwaltungskosten der öffentlichen Gesundheitsverwaltung. In einer Analyse haben die Marktexperten des Beratungsunternehmens den Gesundheitsmarkt unter die Lupe genommen und nach den Kosten dieses Systems geforscht. Das Ergebnis lässt viel Einsparpotenzial erkennen, denn mehr als 40 Milliarden Euro, genau 40,4 Milliarden, kostet in Deutschland alleine die Verwaltung der Gesundheitswirtschaft. Umgerechnet auf den Gesamtumsatz der Beitragszahler ergibt das eine Verwaltungskostenquote von 23 Prozent. Pro eingezahltem Euro bedeutet das übersetzt, dass nur 77 Cents für “direkt am Patienten wertschöpfende Tätigkeiten ausgebeben wird”, so das Ergebnis der Untersuchung. Die Kosten beziehen sich dabei alleine auf das öffentliche Gesundheitssystem, wie die Autoren betonten.

Industrieunternehmen geben demgegenüber in der Regel lediglich 6,1 Prozent für die Verwaltung aus, so der Vergleich. Mehr als zwei Drittel der Verwaltungskosten (68 Prozent) werden durch die gesetzlichen Krankenversicherungen verursacht. In Zahlen sind das 27,5 Milliarden Euro, fanden die Autoren heraus. Das entspricht einem tatsächlichen Verwaltungsaufwand von 15,6 Prozent bezogen auf die 176 Milliarden Euro Gesamtausgaben. Dieser Verwaltungskostenanteil ist um den Faktor 2,9 größer als die von der GKV offiziell berichteten Verwaltungskosten von 5,4 Prozent bzw. 9,5 Milliarden Euro, so das Ergebnis der Analyse. Folglich gebe es ein Einsparpotenzial von rund 13 Milliarden Euro. Umgerechnet auf die durchschnittliche Belastung der Arbeitskosten könnte das eine Reduzierung von 15,5 auf 14,2 Prozent Beitragssatz nach sich ziehen, wie Dr. Oliver Scheel, Partner und Leiter des Beratungsbereichs Pharma & Healthcare bei A.T. Kearney, vorrechnet.

Die Studie basiert auf einer Marktforschungsanalyse mit 6000 Leistungserbringern, die zwischen Juni und August vergangenen Jahres durchgeführt wurde.







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