22. 05. 2012
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Studie: Anglizismen in Stellenanzeigen vor allem bei geringer Bezahlung
Immer häufiger finden sich in den Stellenanzeigen von Online-Portalen und Tageszeitungen phantasievoll anmutende Berufsbezeichnung. Was früher der Hausmeister ist heute der Facility Manager, aus einem Kundenbetreuer wie der "key account manager" und eine Bürofachkraft wird zum "front desk manager". Immer häufiger nutzen aber die Personalverantwortlichen deutscher Unternehmen so genannte "Anglizismen". Nun hat der Kölner Personaldienstleister die Stellenanzeigen auf den größte, deutschen Online-Börsen im Internet unter die Lupe genommen und dabei mehr als 800 Stellenanzeigen qualitativ auswerten lassen. Dabei achteten die Personalexperten besonders auf die englischsprachigen Bezeichnungen der Jobs. Nach einer Allensbach-Studie aus dem vergangenen Jahr sind 61 Prozent der Deutschen in der englischen Sprache nicht wirklich firm, oder "familiar" wie der Anglizist zu sagen pflegt.
Das allerdings scheint die Personaler in den Unternehmen und den dazugehörigen Dienstleistern wenig zu stören. Besonders bei eher unterdurchschnittlich bezahlten, provisionsabhängigen Jobs nutzen die Personalverantwortlich gerne wohlklingende Anglizismen. Nach Meinung der Autoren der Studie drängt sich die Vermutung auf, dass viele weniger attraktive Stellen mit möglichst wichtig klingenden englischen Vokabeln aufgewertet werden sollen. Stellten sie bei den auf Provisionsbasis basierenden Jobangebote im unteren Gehaltsbereich in mehr als einem Drittel (34 Prozent) englische Jobbezeichnungen online, waren es bei Führungsposition lediglich zwölf Prozent, bei Expertenposition mit erforderlichem Hochschulabschluss immerhin etwas mehr als einem Viertel (26 Prozent). Dabei hatte eine Trendstudie der Kölner Agentur Endmark erst im vergangenen Jahr ergeben, dass viele Deutsche die genaue Bedeutung des englischen Wortes vielfach gar nicht begreifen.

























