22. 05. 2012
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Studie: Die Jugend geht ins Internet
Wie die Autoren der Studie festgestellt haben, nutzt die Altersgruppe
rund 40 Prozent der täglichen „Medienzeit“ das Medium Internet. Das
Fernsehen macht rund ein Viertel der täglichen Medienzeit aus, während
für Radio und Print nur jeweils zehn Prozent aufgewendet werden. Selbst
Filme und Serien werden zunehmend online abgerufen, mit entsprechenden
Verlusten aufseiten der TV-Sender, wie die Marktforscher herausfanden.
Der Fernseher wird allerdings nicht in allen Haushalten abgestellt.
Vielmehr läuft das Gerät im Hintergrund, während das eigentliche
Interesse dem Internet zugewendet wird. Bereits 40 Prozent der 11- bis
39-Jährigen konsumieren so zwei Medienkanäle nebeneinander.
Folgerichtig wird auch die Werbung der TV-Sender nicht mehr so
aufmerksam wahrgenommen, wie sich Marktforscher und Mediaplaner das
wünschen. Besonders drastisch ist der Verlust bei Zeitschriften. Gerade
einmal 15 Prozent der Jugendlichen lesen spezielle Zeitschriften,
gerade einmal ein Viertel lasen noch ein Stadtmagazins. Sechs Jahre
zuvor traf dies noch auf rund die Hälfte aller 11- bis 39-Jährigen zu.
Der veränderte Medienkonsum hat auch unerfreuliche Folgen für
Eventveranstalter und Gastronomen. Jugendliche gehen seltener in
Discotheken, Clubs und Kneipen. Selbst die Partnersuche wird von einem
wachsenden Prozentsatz der jungen Deutschen via Computerbildschirm
erledigt.
Bei der Umfrage werden rund 1200 Jugendliche und junge Erwachsene zu
ihrem Freizeitverhalten und ihrem Medienkonsum befragt. Seit 2002 wird
die Studie zwei Mal pro Jahr durchgeführt.

























