22. 05. 2012
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Studie: Jugendliche sind in Finanzdingen erstaunlich gut informiert
Die jungen Menschen im bevölkerungsreichsten Bundesland sind einer aktuellen Studie zufolge erstaunlich gut über Finanzthemen informiert. Das geht aus einer Studie hervor, die der Westdeutsche Rundfunk WDR am gestrigen Donnerstag im Kölner Mediapark vorgestellt hat. Dabei zeigten die Jugendlichen zudem ein erstaunlich hohes Vertrauen in Banken und Finanzberater. Zumindest in diesem Punkt scheinen die Erwachsenen deutlich skeptischer. "Die Jungen in NRW sind über Finanzthemen überwiegend gut informiert und gehen solide mit ihrem Geld um. Das sind für uns wichtige Erkenntnisse über das Finanzwissen und -verhalten junger Leute. Auf dieser Grundlage wollen wir neue Beitrags- und Sendungsformate für jüngere Zuschauer und Hörer zu diesem Thema entwickeln", eklärte WDR-Intendantin Monika Piel Sinn und Zweck der Untersuchung.
Die Studie "Ohne Moos nix los - Wie junge Menschen über Geld und Finanzen denken" basiert auf einer repräsentativen Stichprobe junger Menschen aus NRW. Befragt wurden Personen zwischen 14 und 29 Jahren und soll aufgrund ihrer Stichprobenqualität auch Rückschlüsse auf die Gesamtbevölkerung der Bundesrepublik zulassen. Im Gegensatz zu nicht wenigen Erwachsenen scheinen sich die Jugendlichen sogar stärker für Finanzthemen zu interessieren, erläuterte der wissenschaftliche Begleiter der Studie, Prof. Dr. Andreas Oehler, Finanzwissenschaftler an der Universität Bamberg. Vier Fünftel stimmten dabei der Aussage zu, dass man mit der Altersvorsorge gar nicht früh genug beginnen könne. Schulden hingegen wollen auch die Jugendlichen nur sehr ungern aufnahmen. "Die größte Überraschung für mich, dass die jungen Leute häufiger als der Durchschnitt der Bevölkerung in NRW sparen", kommentierte Piel ein weiteres Ergebnis der Befragung. Lediglich jeder Zwölfte der Befragten wollte überhaupt nicht sparen. Zum Vergleich: In der Gesamtbevölkerung trifft dies auf jeden Fünften zu.
Die Studie fragte dabei auch kritisch nach der Rolle der Medien oder ihrem Anspruch. So fühlen sich rund ein Drittel der Befragten unsicher in finanziellen Dingen, es fehle vor allem an übersichtlichen Darstellungen. Nach Meinung von Piel sollte man genau hier ansetzen, der WDR wolle da mit gutem Beispeil vorangehen, wie die Intendantin bestätigte. So werden demnächst in Zusammenarbeit mit dem Institut für Journalistik an der TU Dortmund verschiedene WDR-Redaktionen Ideen, Beiträge und Formate entwickeln, wie man jungen Menschen Finanzthemen in Hörfunk, Fernsehen und Internet auf eine zielgruppengerechte Art präsentieren und nahe bringen könne, kündigte die WDR-Chefin abschließend an.

























