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22. 05. 2012
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Studie: Kommunen unterschätzen Umsetzung der Jobcenter-Reform


20.04.2011 23:16 von:

Schlagwörter: Studie,Jobcenter,Reform,Bundesregierung,Optionskommune,2011,Steria Mummert,Analy

Der einprägsame Name "Jobcenter" vermittelt den Eindruck, als ob in den Service-Dienststellen der staatlichen Arbeitsvermittlungsstellen tatsächlich "Jobs" lägen, die man nur weiterreichen müsse. Tatsächlich gibt es nach wie Kritik an dem hohen Verwaltungsaufwand. Dank immer neuer Ideen, Beschlüsse und Vorschriften der Berliner Verantwortlichen in Politik und den Ministerien drohen in vielen Kommunen Engpässe und neue Schnittstellen, kurz gesagt: eine Menge neuer Probleme. So ist beispielsweise bei drei Viertel aller Kommunen ist die Frage der Datenübertragung in die eigene IT-Landschaft nicht geklärt. Mehr als jede dritte Kommune befürchtet zudem Engpässe und Verzögerungen, weil sich zu wenig Mitarbeiter um die Umsetzung kümmern können, wie eine aktuelle Trendstudie des Hamburger Beratungsunternehmens Steria Mummert Consulting ergab.

Die nun in der Umsetzung befindliche Jobcenter-Reform der amtierenden schwarz-gelben Bundesregierung sollte eigentlich Impulse setzen für eine verbesserte, weil individuellere und passgenauere Vermittlung in Arbeit. Das viel zitierte und noch häufiger genutzte Zauberwort heißt nicht nur in der Domstadt "Vernetzung". Gemeint ist damit die Abstimmung mit anderen kommunalen Dienststellen sowie der gerade in Großstädtien reichhaltigen Trägerlandschaft. Ein intensives Vermittlungs- und Fallmanagement soll Empfängern von Arbeitslosengeld II bei ihren eigenen Bemühungen um Wiedereingliederung zugute komme. Doch auf viele der Kommunen kommen damit hohe Kosten zu. Viele Experten stellen mit der Rekommunalisierung der staatlichen Aufgabe Arbeitsvermittlung aber auch kritische Fragen. "Die Städte und Landkreise dürfen nun beweisen, dass sie es besser können als die Bundesagentur für Arbeit", erklärte Bernd Felder, Arbeitsmarktexperte von Steria Mummert Consulting. Die Herausforderung ist dabei die neuen Rahmenbedingungen und Möglichkeiten zu erlernen, ohne das Tagesgeschäft zu vernachlässigen, meinen die Hamburger Experten.

Herzstück der Jobcenter-Reform ist demnach die Erweiterung des Kreises der bereits bestehenden 69 so genannten "Optionskommunen" um 41 weitere Städte und Gemeinden. Die kommunalen Dienststellen werden dabei selbst zum Verantwortlichen für die lokale oder auch regionale Arbeitsmarktförderung und –vermittlung. Die Analyse der Hamburger Berater bezog sich dabei explizit auf die 41 neuen Kommunen. Die wurden von den Länderministerien untersucht, gewichtet und zur Genehmigung an das zuständige Bundesarbeitsministerium weitergeleitet. Insgesamt hatten zuvor 78 entsprechende Anträge eingereicht.







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