22. 05. 2012
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Studie: Sozialräumliche Trennung zwischen Arm und Reich nimmt zu
In ihrer Studie untersuchte das interdisziplinäre Forscherteam 15
deutsche Großstädte. Neben der Frage des sozialen Status untersuchten
die Forscher auch die Trennung zwischen Deutschen und Zugewanderten.
Bei diesem Punkt kommen die Autoren der Studie zu der Erkenntnis, dass
deren sozialräumliche Trennung geringer geworden ist. Dies deutet auf
die zunehmende Integration von Zugereisten in die deutsche
Mehrheitsgesellschaft hin. Allerdings scheint sich in den
Ballungsräumen die soziale Spaltung der Gesellschaft auch
sozialräumlich weiter zu vertiefen, so die Schlussfolgerungen der
Forscher. Die Studie haben beide nun in einem Buch mit dem Titel
„Gespaltene Städte – Soziale und ethnische Segregation in deutschen
Großstädten“ veröffentlicht.
Köln schneidet schlecht ab
Die Domstadt, mit rund einer Million Einwohner immerhin die viertgrößte
Stadt und zweitgrößte Kommune in der Bundesrepublik, schneidet dabei
eher schlecht ab. Bei der Trennung von Reich und Arm liegt Köln sogar
auf dem letzten Platz. Spitzenreiter in dieser Kategorie ist die
baden-württembergische Landeshauptstadt Stuttgart. Ein wesentliches
Kriterium ist der Anteil derjenigen in einem Stadtviertel, die auf
staatliche Transferleistungen wie ALG II oder Sozialhilfe angewiesen
sind. „So konzentrieren sich beispielsweise Personen, die Sozialhilfe
beziehen, in wenigen Stadtteilen. Und: In Stadtteilen mit einem
mittleren oder hohen Anteil von Armen steigt dieser Anteil weiter an“,
urteilen die beiden Forscher weiter. Bei der ethnischen Trennung liegt
hingegen Dortmund an letzter Stellen, Spitzenreiter hier ist die
bayerische Metropole München.
Studie: Friedrichs, Jürgen / Triemer, Sascha: Gespaltene Städte?
Soziale und ethnische Segregation in deutschen Großstädten, VS-Verlag,
Wiesbaden 2008; ISBN: 978-3-531-16301-7.

























