22. 05. 2012
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TÜV kann Herkunft des Spargels bestimmen
Deutscher Spargel ist im Einzelhandel teurer als Spargel, der in anderen Ländern angebaut wurde. Das muss zwar nicht per se zum geschmacklichen nachteil der Kunden sein, ist aber trotzdem Etikettenschwindel, wie der Kölner Prüfkonzern TÜV Rheinland AG am gestrigen Donnerstag bekannt gab. Die Spezialisten des Kölner Unternehmens haben auch in diesem Jahr wieder Stichproben aus zehn deutschen Städten in ihr Prüflabor "Agroisolab" aufgenommen und analysiert. Insgesamt kauften die TÜV-Probekunden in den Städten 30 Probeportionen des Edelgemüses. Über das Ergebnis machten sie jedoch keine Angaben.
Mithilfe modernster Analysetechnik können die Fachleute des TÜV-Prüflabors herausfinden, ob der Spargel tatsächlich aufgrund seiner "unverfälschbaren Spur" in deutschen Landen angebaut wurde. Ähnlich dem eines "Fingeradbrucks" lassen sich dank der Analyse der Inhaltsstoffe relativ exakt bestimmen, wie das Kölner Unternehmen erläuterte. Spargel, der als deutsch deklariert ist, erzielt höhere Preise als Spargel aus anderen Ländern. Umso wichtiger ist es, dass sich Verbraucher auf die versprochene Herkunft verlassen können. Das ist offenbar der Fall. "Falsch ausgezeichneter Spargel muss nicht schlechter sein, aber trotzdem wäre das Betrug am Kunden. Denn schließlich bezahlen und erwarten wir deutschen Spargel, wenn er so ausgezeichnet wird", betont Ralf Wilde, Bereichsvorstand Produkte und Systeme bei TÜV Rheinland. Auch in Köln wurden Spargelproben erworben und analysiert. Damit wiederholte der TÜV seine Spargel-Tests aus dem Vorjahr. Damals hatte man 50 Kaufproben analysieren lassen.
Das Agroisolab wird zumeist von Handelsunternehmen oder Hersteller mit der Untersuchung von Lebensmitteln, aber auch kosmeitschen oder tierischen Erzeugnisse, Holz oder Getränken beauftragt. Die Prüfleistungen dienen den Auftraggebern als Nachweis für die eigene Qualitätssicherung, wie der Prüfkonzern abschließend erläuterte.

























