22. 05. 2012
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Umfrage zeigt höhere Zahlungsbereitschaft deutscher Kunden
3000 Bundesbürger wurden gefragt, ob sie für zusätzliche Serviceleistungen im Kundendienst auch einen höheren Preis akzeptieren würden. Wie die Kölner Agentur ServiceRating am heutigen Donnerstag bekannt gab, würden mehr als drei Viertel der Befragten den höheren Preis akzeptieren, wenn beim Kauf eines Produkts oder einer Dienstleistung zugleich auch der Kundenservice ausgebaut würde. Mehr als die Hälfte dieser Verbraucher sehen dafür einen Aufschlag von fünf Prozent auf den Kaufpreis als akzeptabel an, weitere 37 Prozent der Zahlungswilligen würden sogar Preiserhöhungen von bis zu zehn Prozent akzeptieren, so das Ergebnis der repräsentativen Verbraucherbefragung. Die Bereitschaft, einen noch höheren Aufpreis anzunehmen, ist allerdings stark limitiert, wie die Umfrage gezeigt hat.
Die Marktforscher aus Köln stellten dabei ein deutliches Altersgefälle bei der Bereitschaft höherer Preise fest. Vor allem unter älteren Kunden sinkt die Akzeptanz höherer Preise deutlich ab. Würden unter den Jüngeren bis 25 Jahre 88 Prozent den höheren Preis akzeptieren, sinkt deren Anteil bei den über 56-Jährigen auf rund zwei Drittel (67 Prozent). Die Höhe der Haushaltseinkommen hingegen spielt bei der Akzeptanz höherer Kaufpreise kaum eine Rolle, wie die Kölner Marktforscher herausfanden. Erst bei einem Nettoeinkommen von über 4000 Euro pro Monat gebe es eine höhere Bereitschaft. Vielmehr scheinen Gerechtigkeitsprinzipien eine Rolle zu spielen, wie die Marktforscher vermuten. "Attraktiver Kundenservice hat in Deutschland ein enormes Erfolgspotenzial", betont Dr. Claus Dethloff, Geschäftsführer der ServiceRating GmbH. "Die Wertigkeit von Serviceleistungen ist vor allem an der überdurchschnittlich hohen Kompensationsbereitschaft jüngerer Kunden erkennbar", so die Einschätzung Dethloffs.

























