22. 05. 2012
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Uni Köln: Es droht kein Arbeitskräftemangel in Deutschland
Allerdings habe die Bundesregierung bereits im Vorfeld dieser
Befürchtungen die richtigen Maßnahmen ergriffen. Das sagt zumindest
Prof. Dr. Eckart Bomsdorf vom Lehrstuhl für Wirtschafts- und
Sozialstatistik an der WiSo-Fakultät der Universität zu Köln. Eine
Studie seines Lehrstuhls zufolge wird sich nach derzeitigem Stand der
Dinge der Anteil der Erwerbspersonen an der Gesamtbevölkerung bis 2050
von derzeit 50 Prozent auf lediglich 47,5 Prozent reduzieren. Ohne die
„Rente mit 67“ und die zunehmende Erwerbstätigkeit von Frauen würde der
Rückgang deutlich stärker ausfallen. Bomsdorf geht von einem Rückgang
bis auf 42 Prozent aus mit entsprechenden Folgen für die sozialen
Sicherungssysteme.
Allerdings sind die Sorgen der Wirtschaft nicht gänzlich unbegründet.
Insofern bestätigt die jüngste Studie der Kölner Experten die
Befürchtungen der Wirtschaftsverbände. „Nicht das Angebot wird
zukünftig ein Problem sein, sonder eher die Qualifikation“,
schlussfolgert Bomsdorf. Eine deutliche Verbesserung verspricht sich
der Wirtschaftsstatistiker von der Einführung der neuen Bachelor- und
Master-Studiengänge. Die führt zu einer deutlichen Verkürzung der
Ausbildungszeiten und damit eine weitere Verlängerung der Arbeitszeit.

























