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24. 10. 2014
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Universität zu Köln: Studie entlarvt Märchen vom privaten Unterschichtenfernsehen


24.01.2009 17:12 von:

Schlagwörter: Köln,Hochschule,Studie,Beweis,Unterschicht,Fernsehen,Harals Schmidt,Privatsender

Diesen Sendeanstalten wird vielmehr seit ihrer Einführung Mitte der achtziger Jahre volksverdummende Programminhalte vorgeworfen. Doch nun hat eine Studie von Kölner Medienwissenschaftlern gezeigt, dass diese Aussage zumindest wissenschaftlich nicht nachvollziehbar ist. Wie falsch die Kritiker kommerzieller Sender damit liegen, zeigt die aktuelle Studie der Universität zu Köln. Darin haben der Kölner Medienwissenschaftler Dr. Jörg Hagenah und der Soziologe Prof. Dr. Heiner Meulemann die Reichweiten der bekanntesten Fernsehsender ARD, ZDF, RTL, SAT.1 und ProSieben unter die Lupe genommen.

Sie untersuchten über einen Zeitraum vom 1988 bis 2004 untersucht, welche Sender von welchen Zuschauern bevorzugt werden. Das Ergebnis: Menschen mit geringerer Bildung neigen zwar dazu, länger fernzusehen. Dieser generelle Trend lässt sich über den gesamten Zeitraum beobachten, er sagt jedoch nicht über die Präferenzen der Zuschauer zu einem bestimmten Sender aus. Bildung oder Einkommen haben somit keinen Einfluss auf die Sender-Vorlieben des Publikums.

„Überspitzt ließe sich formulieren: Alle sehen alles, damit alle mit allen über alles reden können“, erklärt Hagenah. Obwohl es im Zuge der fortschreitenden Bildungsexpansion immer weniger Hauptschulabsolventen gibt, bleibt das Sozialprofil öffentlich-rechtlicher wie privater Sender mehr oder minder konstant, „lediglich ProSieben bewegt sich tendenziell vom ‚Unterschichtsender’ zum ‚Oberschichtsender’“, führt der Medienwissenschaftler weiter aus. Die Hypothese, die Nutzung öffentlich-rechtlicher oder privater Sender hänge mit dem Bildungsniveau in der Gesellschaft zusammen, kann also nach Ansicht der Wissenschaftler so nicht stimmen.







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